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3DS Luigi's Mansion 2
 
 
Luigi's Mansion 2 - 3DS
Matthias Engert (08.05.2013)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Action
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Ja/Nein

   
Einleitung....

Über das Thema Fortsetzungen in der Spielelandschaft kann man mittlerweile Romane schreiben. Ein seit langer Zeit aber selten geschriebenes Kapitel dürfte die Fortsetzung zu Luigi's Mansion sein, der zum Start des GameCube das Licht der Welt erblickte. Denn satte 11 Jahre zwischen dem Erstlingswerk einer Serie und dessen Nachfolger dürfte wohl die absolute Ausnahme darstellen. Allein schon die Tatsache, dass es auf der Wii nie einen Nachfolger gab, erstaunt da natürlich in der Nachbetrachtung. Schon lustig, wie die Nachfrage zum GCN Original auf einmal steigt. ;-) Aber selbst für unsereins, der das Original gern und oft gespielt hat, stellt sich das gewisse Deja Vu Erlebnis ein. Wie war das noch damals…, und man ertappt sich selber dabei seine alten Texte noch mal zu lesen. Je älter der Redakteur, umso intensiver schwelgt er natürlich gerne mal in den Erinnerungen. ;-)) Aber ich schweife ab… Zeit wurde es einen Nachfolger zu bringen, da logischerweise auch das Spielprinzip noch recht unverbraucht ist. Eher überraschend, dass der Nachfolger auf dem 3DS erscheinen sollte und nicht auf der Wii U. Must Have Potential hat ein Spiel wie Luigi's Mansion allemal, egal auf welchem System er nun erscheint. Also schauen wir uns den zweiten Teil der Nintendo Geisterjagd mal etwas genauer an.

Menus und die Story....

Entwickelt von Nintendo selber, muss man sich um die Rahmenbedingungen einmal mehr keine Gedanken machen. Ihr bekommt auch hier ein komplett lokalisiertes Spiel, das euch 3 Speicherplätze bietet, um den eigenen Fortschritt zu speichern. Für einen Einsatz innerhalb der Familie ist das Spiel also geeignet. ;-) Dafür bietet aber gerade das Thema Speichern doch einen der wenigen Gründe für Kritik. Aber dazu mehr im Gameplay Teil. Was die Möglichkeiten des 3DS angeht, kommt Luigi's Mansion 2 eher als mittelprächtiger Titel daher. Sprich man nutzt nicht alles, was euch der 3DS so anbietet. So müsst ihr auf StreetPass verzichten, bekommt dafür aber die Möglichkeiten den Gyro-Sensor zu benutzen. Sogar Mehrspielertauglich ist der Titel und sorgt zum einen Offline auf der heimischen Couch, aber auch Online für vergnügliche Geisterjagden. Auch weil man diesen Teil eher ungewöhnlich für bis zu 4 Spieler umgesetzt hat. Aber auch dazu lasse ich mich im entsprechenden Abschnitt etwas intensiver aus. Die Geschichte des Spiels setzt nun nach dem ersten Teil an, so dass auch in dieser Hinsicht der zweite Teil ein reinrassiger Nachfolger geworden ist. Nach seinen guten Taten im ersten Teil geht Luigi einer seiner liebsten Beschäftigungen im heimischen Wohnzimmer nach - er ruht sich erst einmal aus. Aus seiner Ruhe wird er jäh gerissen, als plötzlich ein alter Bekannter auf seinem TV Bildschirm auftaucht, der gute bekannte Professor I.Gidds. Der schräge alte Professor mit seiner skurrilen Sprachausgabe aus dem ersten Teil, wenn man das so nennen will, überrumpelt Luigi und holt ihn zu sich. Dabei wird heutzutage nicht mehr Gebeamt, sondern Gevoxelt. ;-) In seinem Labor angekommen, darf sich der etwas verängstigte Luigi erst einmal den Grund der Reise anhören.

Der Professor, der natürlich immer noch an der Geistererforschung arbeitet klärt ihn über die umliegende Location auf. Das Nachtschattental ist ein Ort mit 6 verschiedenen Bereichen, in denen der gleichnamige Finstermond bisher über das Tal wachte. Seine Aura macht die Geister zu friedlichen Bewohnern, so dass sich der Professor seinen Forschungen ungestört hingeben kann. Bis eines Abends der Finstermond in 6 Splitter zerfiel, die sich nun über das gesamte Tal verteilten. Nun waren die Geister auf einmal außer Rand und Band und nur seinem alten Kumpel Luigi traut der Professor die Lösung des Problems zu. Nämlich alle Splitter wieder zu finden und die Ruhe und Ordnung im Tal wieder herzustellen. Eine passende Geschichte, die durch viele sehr zahlreiche Dialoge und Sequenzen einen gelungenen Teil des Spiels beschreiben. Startet man nun sein Spiel, gibt es in dem Sinne hier kein Hauptmenu. Der Spieler landet ohne große Umwege auf dem Speicherplatzmenü, das euch später beim Fortsetzen diverse Fortschrittsdaten anzeigt. So unter anderem wie lange ihr schon spielt, wo ihr gerade seid und wie viel Geld ihr aktuell erspielt habt. Alles Dinge die wichtig sind im Spiel. Hat man sich einmal für einen Speicherplatz entschieden, kann man nun ein Neues Spiel beginnen, oder sich seinem Spielstand weiter widmen. Optionen und ähnliches gibt es hier nicht. Muss es auch nicht, da es eigentlich nichts gibt, das man hier speziell anpassen muss. Von daher also nicht lange gefackelt und auf in das aktuelle Geister Abenteuer von Luigi's Mansion 2.

Technik und Game Play....

Ein Klick auf einen der Speicherplätze lässt euch das Spiel beginnen und ihr werdet Zeuge wie die Geschichte beginnt. Gleich richtig gut und lange wird der Spieler mit der einführenden Sequenz eingestimmt, von denen euch im Verlauf viele erwarten werden. Speziell vor den vor euch liegenden Missionen hat euch der Professor immer wieder eine Menge zu erzählen und gibt euch jedes Mal ein kleines Briefing. Dabei ist das Labor und damit der Unterschlupf der beiden der Ausgangspunkt für mehrere Möglichkeiten im Spiel. Zum einen natürlich um die Story Missionen anzugehen, zum anderen für den Wirrwarrturm, der euch zu den Mehrspieler Inhalten bringt und als drittes der sogenannte Gidd-Speicher. Wenn man so will ein Bereich wo eure Erfolge etwas dokumentiert werden. Ihr könnt hier alle Geisterdaten einsehen, dazu Infos über alle weiteren Geschöpfe im Spiel und z.B. auch welche Upgrades ihr schon für eure Ausrüstung erspielt habt. Als kleines Nachschlagewerk also durchaus zu gebrauchen. Aber ehe man hier ein paar Inhalte nachschlagen kann, muss man diese ja auch erst einmal erspielen. ;-) Also kümmern wir uns hier natürlich zunächst mal um den Story Modus, der hier als Finstermond-Abenteuer bezeichnet wird. Hier wird es nun Luigis Aufgabe sein in den einzelnen Gebieten die verschwundenen Finstermondstücke zu suchen und zu finden. Da es mit der Ruhe im Tal vorbei ist, wird das aber kein friedlicher Spaziergang. ;-) Dabei ist nun das Prozedere im Spiel eigentlich immer gleich. Die Gebiete im Spiel müssen zunächst einmal nacheinander gelöst werden. Ähnelt dem typischen Welten Gameplay seines rotbemützten Bruders.

Also muss man zunächst eine Welt komplett lösen, um die jeweils nächste im Tal freizuschalten. Auch hier gibt es feste Regeln. Das Spiel ist in keine große Gesamtwelt eingeteilt, sondern in einzelne Missionen pro Gebiet. So gibt es im ersten Gebiet - der Gruselvilla 5 normale Missionen, die man mit A1 - A5 betitelt, dazu eine Boss Mission und als Bonus eine freischaltbare Mission. Dazu muss man allerdings in den Missionen vorher bestimmte Ziele erfüllen. Diese Aufteilung findet man in jedem Gebiet. Da es im Spiel neben Geld und Geistern auch kleine Juwelen einzusammeln gilt, kann man jede Mission beliebig oft wiederholen. Da es auch hier schon eine Bewertung und ein Ranking gibt, ist der Wiederspielwert durchaus recht hoch. Mit jeder neuen Mission erweitert das Spiel quasi die Bereiche der jeweiligen Location. Beispiel Efeutürme, wo man euch mit jeder Mission mehr Bereiche, Etagen und Räume möglich macht. Direkt aufeinander aufbauen tun die Missionen zwar nicht und spielen sich als abgeschlossene Varianten. Die Ziele sind vielschichtig und decken mehr ab als nur ein paar Geister zu fangen. Hier sollte die 3DS Version durchaus erwachsener daherkommen, als der eigene Vorgänger auf dem GCN. Aber greifen wir den Dingen nicht vor. Zu Beginn des Spiels schickt euch der Professor zunächst mal auf ein paar Tutorial Missionen, damit der Spieler Gameplay, Steuerung und Herangehensweisen kennenlernt. Nach der angesprochenen Einstimmung in die Mission wird wieder "gevoxelt", sprich Luigi an den jeweiligen Eingang der Location teleportiert. Dort angekommen macht man schnell Bekanntschaft mit der Sichtweise und der Bildschirmaufteilung. Klar dass sich die eigentliche Action auf dem 3D-Screen abspielt, während der Touch Screen wichtige Anzeigen und die Karte abdeckt.

An wichtigen Anzeigen muss man auf jeden Fall die Lebensanzeige in Herzform nennen, auf die es tunlichst zu achten gilt. Mit dem Wert 100 startet man und kann nur mit einem goldenen Knochen, den man mal mehr oder weniger gut versteckt findet, ein einziges Continue nutzen. Ansonsten muss man die Mission erneut beginnen. Hier kommen wir zum angesprochenen Kritikpunkt. Denn mal fix speichern innerhalb einer Mission geht nicht. Erst nach dem kompletten Beenden ist das möglich. Und da diese durchaus mal 30 Minuten oder länger dauern halt ärgerlich, wenn man aus verschiedenen Gründen nicht zwischendurch sichern kann. Dazu kommt eine Geldanzeige und Anzeige für Schlüssel und eben gefundene Knochen. Luigi selber wird in der Third Person Sicht gesteuert und ihr habt nur an bestimmten Stellen mal die Möglichkeit per First Person Sicht durch einen Spalt oder ein Loch in der Wand in ein Zimmer zu schauen. Gesteuert wird Luigi mit dem Schiebepad, während das Steuerkreuz verschiedene Sprachsamples hervorzaubert. Drückt man die B-Taste im Laufen, so kann Luigi rennen, was man durchaus oft braucht im Spiel. Anfänglich hat Luigi nur eine Taschenlampe dabei und bekommt erst im Verlauf der ersten Missionen sein Arbeitsgerät samt weiterer Upgrades. Wie immer spielt natürlich der sogenannte Schreckweg, hier in der Version 09/15 die Hauptrolle. Nur mit ihm ist es möglich Geister zu fangen und die Umgebung zu beeinflussen. Wieder passend visuell als Staubsauger umgesetzt, den Luigi auf dem Rücken trägt. Sobald ihr ihn gefunden habt, beginnt das Spiel eigentlich erst richtig. Dann kommen die Tasten L und R zu ihrem Recht, mit denen man zum einen Saugen kann, aber auch Luft herausbläst. Nur so kann man Ventilatoren zum Drehen bringen, Möbel durchschütteln oder Teppiche einrollen. Damit man nun auch nach unten und oben agieren kann, hat man diese Funktionen auf die X und B-Tasten gelegt. Will man z.B. einen Ventilator an der Decke zum Drehen bringen, drückt man X und dazu L und ihr blast Luft nach oben aus dem Schreckweg. Will man am Boden eine Münze einsaugen, drückt man A und dazu die R-Taste.

Aber das sind nur simple Beispiele. Das Salz in der Suppe bleibt natürlich die Geisterjagd. Reichlich verschiedene erwarten euch im Spiel, die man mit Taktik zu fassen bekommt. Zunächst muss man den Geist vor sich haben und per A-Taste die Taschenlampe nutzen. Im Licht der Lampe werden die Burschen komplett sichtbar und man kann sie versuchen mit der R-Taste einzusaugen. Eine Balkenanzeige wird sichtbar, die sich füllt und am Schluss per A-Taste das Fangen bedeutet. Schwierigkeit ist vor allem das Gewusel der Geister. Er versucht natürlich mit reichlich zickzack Bewegungen zu entkommen, so dass ihr immer reichlich mit dem Pad gegensteuern müsst. Aber wieder sehr schön gemacht und geht ohne Probleme von der Hand. Ihr könnt dazu mehrere Geister mit einmal ins Visier nehmen und per B-Taste im Saugvorgang auch Geschossen und anderen Angriffen ausweichen. Die Möglichkeiten sich vielfältig. Gilt dann auch für die Blasfunktion. Man kann Objekte ansaugen und als Geschosse benutzen, oder z.B. spezielle Früchte ansaugen, dann zu einem Ballon aufblasen und durch die Lüfte schweben, um höhergelegene Bereiche zu erreichen. Aber selbst das ist noch lange nicht alles. Spielerisch eingebettet ist das Ganze nun in das typische Raum Gameplay. Auf der Karte sieht man den Zielraum, muss sich aber vorher durch weitere Zimmer arbeiten und vor allem einiges an Rätseln lösen. Das hat mir sehr gefallen und ist ein Grund, warum das Spiel in meinen Augen anspruchsvoller ist als der erste Teil. Logisch das dadurch auch die Spielzeit anwächst, die locker die 20 Stunden erreichen kann was die Story angeht. Vor allem mechanische Abhängigkeiten hat man einige im Spiel. Beispielsweise Wasser dass man hier und da erst einmal zum Fließen bringen muss, damit dann kleine Eimer füllen kann, die wiederum als Gewicht für Schalter dienen oder um eine spezielle Pflanzen zu wässern, die wieder einen Weg öffnet.

Viele kleine und große Ideen, welche die Entwickler hier eingebaut haben. Noch besser wird es dann zu dem Zeitpunkt, wenn Luigi die sogenannte Düsterlampe bekommt. Besser gesagt ist es ein Upgrade der Taschenlampe und erzeugt mittels Y-Taste ein Regenbogenlicht und man kann damit unsichtbare Gegenstände und vor allem bestimmte Gegner erst sichtbar machen. Das führt dann mit der Zeit dazu, dass man jeden Raum überall durchsucht. Und siehe da, man findet so z.B. Schränke die es vorher nicht gab, oder auch Türen, die auf der Karte nicht zu sehen waren. Und wie vieles weitere im Spiel kann man auch diese Funktion verbessern. Dazu wiederum dient das Geld, dass man auf unterschiedliche Weise erspielt. Man kauft in dem Sinne nichts, sondern schaltet bei bestimmten Geldgrenzen eben ein neues Upgrades frei. Auch so motiviert man den Spieler, wirklich alles zu untersuchen. Erhöht auch die Abwechslung im Spiel, auch wenn die reine Geisterjagd an sich schon zu überzeugen weiß. Speziell auch durch die Boss Gegner, die immer nur mit Taktik zu besiegen sind und nicht einfach nur durch Einsaugen oder sonstige simplen Aktionen. Mit der Zeit werden natürlich auch die Geister schwieriger. Größer, wendiger und vor allem mit Schutzschilden wie Sonnenbrillen oder Spiegeln ausgestattet, muss man diese Burschen erst mal fangbar machen. Dazu kommen bei allem was ihr tut der herrliche Humor und die animierte Umgebung, die dem Spiel das unverbrauchte Flair gibt und man einfach sehr unbeschwert spielt. Nachteil des Missionen Gameplays ist dann einzig der manchmal etwas lineare Weg, wo man eben nicht so oft verzweigt, oder selber überlegen muss wo man lang muss. Aber ähnelt eher dem Suchen nach dem Haar in der Suppe. ;-)

Spielerisch ist man bei jeder Mission aufs neue gespannt, was auf einen wartet und welche neuen Geister und Rätsel auf den Spieler warten. Das ist ein großer Pluspunkt, dass man trotz manchmal linearen Wegen viele überraschend Rätsel und Aufgaben vor sich hat, ehe man das Ziel einer Mission erreicht. Versteckte Bereiche per Düsterlampe zu finden, allein schon um Geld zu scheffeln, motiviert den Spieler abseits der reinen Geisteraction. Zusammen mit der schönen Präsentation, dem Umfang und exzellenten Spielbarkeit genau die richtige Mischung, die aus Luigi's Mansion 2 einen tollen 3DS Titel macht.

Grafik & Sound....

Grafisch ist Luigi auf dem 3DS schon eine kleine Augenweide. Das kann man den Entwicklern durchaus bescheinigen. Vor allem die Themen Lichteffekte und die Tiefenwirkung des 3D-Effekts sind überaus gelungen. Dabei hat man versucht, dem Spiel einen etwas lebendigeren und heller wirkenden Touch zu geben. Das gelingt gut und macht aus dem grafischen Teil des Spiels einen klaren Pluspunkt. Wie schon erwähnt ist der 3D-Effekt sehr stimmig und viele Räume und Umgebungen wirken äußerst plastisch. Weiterer Pluspunkt sind die satten Farben, auch wenn man oft eher einfachere Texturen genommen hat. Diese wirken aber edler durch die Lichteffekte, die den Titel ebenfalls klar auszeichnen. Allein Luigis Taschenlampe bringt so den einen oder anderen Aha Effekt rüber. Gefällt mir sehr gut und macht aus diesem Teil eine runde Sache. Aber auch sonst punktet der Titel atmosphärisch, was hier an den vielen animierten Details, den Bewegungen des Helden und auch der reinen Geister Action liegt. Oft auch humorvoll umgesetzt, hat man kaum sterile Momente, was dem Ganzen eine gewisse Lebendigkeit gibt. Auch technisch gibt es hier nichts zu meckern. Alles geht sauber über den Screen und Einschränkungen oder gar Mängel habe ich eigentlich keine gesehen.

Die gleiche gelungene Einschätzung kann man über den Sound bringen. Auch wenn keine Sprachausgabe vorhanden ist. Selbst 11 Jahre nach dem ersten Teil entlockt einem der Professor mit seinem Gebrabbel immer noch das eine oder andere Schmunzeln. Ebenso Luigi, den man per Kreuzaction verschiedene "Hello" Sprüche entlocken kann. Musikalisch hat sich seit dem Vorgänger gar nicht so viel verändert und man setzt weiterhin auf die etwas düsteren und damit bekannten Stücke. Passen natürlich zum Geschehen und werden unterstützt durch reichlich Effekthascherei. Egal ob das die Geisteraction betrifft, oder auch die reinen Umgebungsgeräusche. Auch hier spürt man in vielen Momenten eine große Liebe zum Detail. So hinterlässt Luigi's Mansion 2 auch in diesem Bereich einen sehr guten Eindruck.

Multiplayer/Online....

Der Mehrspieler Modus in Luigi's Mansion 2 ist durchaus etwas besonders. Speziell weil es hier nicht zwingend darum geht gegen andere Spieler anzutreten, sondern das Hauptaugenmerk liegt durchaus auf dem miteinander spielen. Auch wenn es natürlich Rankings gibt. Für maximal 4 Spieler gemacht, findet man den separaten Mehrspieler im sogenannten Wirrwarrturm, den man über das Labor des Professors erreicht. Gleich 3 Varianten gibt man euch dabei an die Hand. Neben dem lokalen Spiel für 4 Spieler mit jeweils einem Spiel, gibt es auch hier die billige Variante, bei der nur der Host das Spiel besitzen muss. Zu guter Letzt sorgt dann der Online Modus mit Spielern weltweit für Unterhaltung. Den lokalen Mehrspieler kann man nun auch allein spielen, um sich die Modi mal in Ruhe anzuschauen, wobei auch hier schon die eigenen Erfolge und Rankings gespeichert werden. 3 Modi gibt es zur Auswahl. Der sicherlich wichtigste ist die Geisterjagd, wo es darum geht in maximal möglichen 25 Etagen nach Zeit alle Geister zu finden und zu fangen. Logisch das dies eben in der Gruppe um einiges schneller und erfolgreicher funktioniert. Dazu kommt ein Zeitmodus, bei dem Bonuszeit durch Geister und Möbel erzeugt wird. Dritter Punkt sind die Pinscher, auf die es hier ankommt und die es neben den Geistern speziell zu fangen gilt. Schon alles sehr ähnlich im Gameplay, aber dennoch unterhaltsam. Alle Spieler agieren natürlich als Luigi, nur mit dem Unterschied, dass jeder eine andere Farbe hat. Wo findet man schon einen blauen Luigi? ;-) Die Download Variante bietet "nur" die Geisterjagd, aber mit allem was dazu gehört. Vor allem für den schnellen Spaß zwischendurch ideal geeignet, um regnerische Tage zu verbringen.

Ein kleines Highlight bietet die Download Variante aber auch. Und ganz speziell für die Spieler ohne Spiel im eigenen 3DS. Denn ist der Download einmal abgeschlossen, kann man sogar ohne Spiel Online agieren und sich in andere Partien einklinken. Zwar werden Erfolge und Rankings nicht gespeichert, aber ungewöhnlich und Klasse ist das schon wie ich finde. Selbst eigene Partien kann man erstellen. Wer seine Erfolge auf Dauer nachlesen will, braucht natürlich das Spiel und wählt sich hier entsprechend ein. Ihr könnt nach Freunden und fremden Spielern suchen und ebenfalls eigene Partien eröffnen, oder aus einer Auswahl vorhandener wählen und euch dort einklinken. Zumindest wenn Platz für einen Spieler ist. Wird euch aber in der Auflistung mit angezeigt. Laune macht das allemal. Man versucht zwar schon besser zu sein mit der Zeit als die anderen Spieler, merkt aber eben das man im Team mehr erreicht, mehr Etagen schafft und damit sein Ergebnis verbessert. Wichtig ist dabei, dass man selbst in der 4er Gruppe allein von Raum zu Raum wechseln kann, ohne das die anderen mitkommen müssen. Wer also mal kurz den Einzelkämpfer spielen will, kann das ohne Probleme. Und um vielleicht einen letzten fehlenden Geist zu finden, ist eine Aufteilung im Team eh sinnvoll. Per Steuerkreuzrichtungen kann man sich mit den anderen Spielern mit fertigen Sprüchen unterhalten, so dass auch dieser Teil abgedeckt ist. Technisch gibt es nichts zu meckern. Kein Ruckeln oder sonstiges trübt hier das Bild. Nur wenn der Host sich ausklinkt, wird der Spielspaß jäh unterbrochen.

Fazit....

Ob es nun am unverbrauchten Spielprinzip liegt, oder den umfangreichen Inhalten. Luigi's Mansion 2 macht einfach von Anfang bis Ende Laune. Ältere Gamer wie ich, die den ersten Teil noch kennen, fühlen sich genauso schnell heimisch, wie Spieler die das erste Mal auf Geisterjagd gehen. Das Spiel besitzt eine Menge Charme und Atmosphäre. Erzeugt durch das zwar oft recht lineare, dafür aber umfangreiche und unterhaltsame Gameplay. Viele Rätsel, die teilweise auch vom logischen her ansprechend gestaltet sind, lockern das ewige Jagen nach Geistern angenehm auf, so dass man sich nicht unterfordert oder gar gelangweilt fühlt. Dazu die vielen kleinen humorvollen Einlagen mit dem Professor oder der Action mit Luigi selber runden diesen Eindruck ab. Zu meckern gibt es eigentlich wenig. Wenn könnte man da wirklich nur das Speichern Feature ansprechen. Halt immer schade, wenn man zwischendurch nicht jederzeit Sichern kann, sondern wirklich immer erst eine Mission komplett beenden muss. Aber es ist schon ein bisschen das Haar in der Suppe. ;-) Der Rest überzeugt und unterhält den Spieler. Wer den Vorgänger gemocht hat, bekommt hier mehr Inhalt und Gameplay geboten, ohne auf den Spaß verzichten zu müssen. Neuankömmlinge im Geisterjagd Universum sollten sich den Titel ebenfalls etwas genauer anschauen.

 

+ Toller humorvoller 2.Teil
+ Recht umfangreich
+ Grafisch gut in 2D und 3D
+ Rätselkost gelungen
+ Mehrspieler Off- wie Online
+ Durchdachte Steuerung
+ Sammelfeature/Belohnungen
+ Komplett Deutsch
- Speichern nicht jederzeit
- Ab und an etwas zu Linear

GRAFIK: 83%

SOUND/EFFEKTE: 82%

MULTIPLAYER/Online: 80%

GESAMTWERTUNG: 84%

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