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3DS Hyrule Warriors Legends
 
 
Hyrule Warriors Legends - 3DS
Matthias Engert (05.05.2016)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Koei Tecmo/Nintendo
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-10++
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK12
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Nintendo und seine Portierungen. Mittlerweile kann man auch darüber schon ein Buch schreiben. ;-) Waren es meist Spiele älteren Kalibers, die man einfach auf neuen Systemen noch einmal einer Frischzellenkur unterzieht, verschlägt es uns heute mal in die Realität der aktuellen Systeme. Vor gar nicht allzu langer Zeit spendierte uns Nintendo auf der Wii U mit Hyrule Warriors ein gelungenes Spin Off, das die Verbindung der Actionserie Dynasty Warriors mit dem Zelda Universum bot. Ein Spiel das mir seinerzeit sehr gefallen hat und die eh beliebte Action Serie um das Zelda Thema erweiterte. Viele DLC und Updates später macht der Titel auch heute noch Spaß. Dennoch stellt sich unweigerlich ein gewisser Sättigungseffekt ein, da der Nachschub an neuen Karten, sprich Action-Levels nur bedingt gegeben war. Von daher war zunächst die Ankündigung des 3DS Ablegers Legends nicht so spektakulär. Erst als sich so nach und nach herausstellte, das man uns Fans hier mehr Inhalt bieten würde, war die Vorfreude ganz schnell wieder da. Dazu gibt es wieder gute Kunde für alle Jäger und Sammler unter uns. Denn wie bei mittlerweile sehr vielen Spielen, gibt es auch Legends als normale Retail Version, aber auch wieder aus Sammler Edition. Allerdings zur Abwechslung mal nicht mit einer amiibo Figur, sondern einem speziellen Kompass, der zu einer der neuen Heldinnen im Spiel gehört. Aber greifen wir den Dingen hier nicht vor und schauen uns an, was auf dem 3DS anders und neu gegenüber der Wii U Version ist.

Menus und die Story....

Auch auf dem 3DS ändert sich nicht viel in Sachen Verantwortlichkeit, auch wenn Nintendo wie überall bei diesen Spielen seine Finger im Spiel hat. Verantwortlich für die Entwicklung waren die Mannen von Omega Force und Team Ninja. Hier hat man also wieder die Entwickler der Warriors Serie rangelassen, was sich nicht als Nachteil herausstellen sollte. Denn präsentiert wird das Spiel komplett in Deutsch was die Texte angeht. Beim Thema Sprachausgabe ist es äußerst schade, dass es nur eine Sprecherin für die Mission Briefings gibt. Mittlerweile gibt es zum Spiel auch ein größeres Update, so dass ihr die aktuelle Version 1.2.0 nutzen könnt und solltet. Neben kleineren technischen Verbesserungen gibt es nun auch auf dem 3DS Inhalte aus dem eShop, die hier aber gut Geld kosten und in Form von 2 Paketen verfügbar sind. Keine Sorge, zwingend brauchen tut man die Sachen nicht um das Spiel zu beenden. Von Anfang an auf dem 3DS dabei ist das amiibo Feature, das fast alle Figuren unterstützt und im Falle des Wolf-Link exklusive Sachen bietet. Aber dazu später noch ein paar Zeilen. Neben dem passenden, wenn auch nicht ganz fehlerfreien 3D-Feature, wird im Spiel die Street- und SpotPass Funktion unterstützt. Ebenso dürfen Besitzer des New 3DS die erweiterten Möglichkeiten nutzen und bekommen unter anderem über den zweiten Ministick eine weitere Variante der Kamerasteuerung an die Hand. Speichertechnisch bietet Legends einen einzigen Spielstand an, unter dem alles gespeichert wird. Mit dem Update kann man diese Daten nun auch komplett Löschen. Sehr positiv finde ich, dass man später innerhalb einer Mission jederzeit Speichern kann. Vor allem weil es keine Suspend Variante ist, sondern man danach weiterspielen kann. Durchaus mal hilfreich in manchen Missionen. Was man doch schmerzlich vermisst ist ein Mehrspieler. Hier hätte sich die Multicard Version durchaus angeboten und wäre mit einem Co-op für das Hauptspiel in meinen Augen eine lohnenswerte Sache gewesen. So bleibt es hier also beim reinen Einzelspielermodus.

Die Geschichte ist natürlich nicht viel anders, als seinerzeit auf der Wii U. Dennoch gibt es eine Erweiterung, die auch das Thema neue Levels mit abdeckt. Zunächst dreht sich alles um das bekannte Szenario. Die schwarze Zauberin Cia hat Raum und Zeit auseinandergerissen. Um das Land Hyrule zu retten, verbündet sich der Held Link mit Impa, Shiek und der weißen Zauberin Lana. Eingestiegen wird hier an einem Punkt, an dem Link nicht der grüngewandete Held ist. Als Prinzessin Zelda und Impa, die Anführerin der hylianischen Elitetruppen, ihren Kämpfern beim Training zusehen, das auch ein junger Recke namens Link absolviert, wird Hyrule von einer finsteren Armee angegriffen. Zelda muss schnell handeln und mobilisiert ihre Truppen. Doch die Eindringlinge aus dem Jenseits gewinnen schon bald die Oberhand über die hylianischen Streitkräfte. Link hält nichts mehr im Schloss Hyrule, als der Krieg ausbricht, und er zieht in die Schlacht. Während eines Aufeinandertreffens mit einem mächtigen Gegner, erwacht das Triforce des Mutes in Link. Das rettet nicht nur ihm das Leben, sondern auch Impa, die ihn als auserwählter Held von Hyrule erkennt. Nach einem langen Gefecht gelingt es Link und den hylianischen Truppen, die Bedrohung abzuwehren. Allerdings müssen sie erfahren, dass es einige ihrer Feinde bis ins Schloss Hyrule geschafft haben und Prinzessin Zelda verschwunden ist. Impa und Link bereiten sich auf den Kampf vor und machen sich auf die Suche nach Zelda. Sie begegnen neuen Verbündeten wie dem geheimnisvollen Shiek und einer jungen Zauberin namens Lana. Ihr Abenteuer führt sie durch drei verschiedene Versionen von Hyrule aus der Vergangenheit. Sie schließen sich mit begnadeten Kämpfern aus den einzelnen Welten zusammen, denn sie brauchen jede Hilfe, die sie bekommen können. Die Stärke der größten Krieger aus Hyrules Vergangenheit und Gegenwart ist erforderlich, um dem Chaos auf den Grund zu gehen und den Frieden in Hyrule wiederherzustellen.

Das Schöne an der 3DS Version Legends ist nun die Tatsache, dass es neben den von der Wii U her bekannten Handlungssträngen nun 2 neue gibt, die unter anderem auch mit neuen Missionen, Levels, Charakteren und neuen Örtlichkeiten aufwartet. Unter anderem dürfen sich Wind Waker Fans freuen und der Weg in Legends führt die Spieler so auch mal nach Port Monee. ;-) Aber auch dazu später noch ein paar Zeilen. Der Einstieg selber ist auch auf dem 3DS relativ umfangreich. Das Hauptmenu gibt euch 7 Menüpunkte zur Wahl. Spielerisch warten neben dem Legenden-Modus, wieder das Freie Spiel, der ebenfalls von der Wii U her bekannte Abenteuer-Modus und ein neuer Inhalt mit dem Modus Feen-Gefährten. Dazu kommen die Galerie, die Optionen und die Extras. Etwas versteckt in den Optionen findet man einen Eintrag Online-Einstellungen. Das ist aber kein Echtzeit Modus mit einem anderen Spieler, sondern man kann hier speziell im Abenteuer-Modus auf die Action anderer Spieler zugreifen und ihnen helfen oder sich helfen lassen. Des Weiteren bieten die Optionen die Möglichkeit die Tastenbelegung frei zu wählen und unter anderem den Schwierigkeitsgrad anzupassen. Zunächst gibt es derer 3, hat man das Spiel einmal im Story-Modus komplett durch, gibt es wieder den Modus "Held", der euch wertvollere Belohnungen verschafft. Die Galerie dient zum Anschauen der Sequenzen und spezieller Bilder, sowie eine Statistik Rubrik, in der erspielte Orden für das Erreichen spezieller Spielziele aufgelistet sind. Zu guter Letzt kommen die Extras, in denen ihr wie schon angesprochen reale Rubine ausgeben könnt. ;-) 2 Pakete a 15 und 17 Euro, die teilweise die gleichen Inhalte wie auf der Wii U mitbringen und vor allem die Charakterzahl erweitern. Nun aber genug des Vorgeplänkels. Nichts wie rein in die Abenteuer von Hyrule Warriors Legends.

Technik und Game Play....

Der Einstieg in den Story-Modus ist dabei zunächst identisch mit der Wii U Version. Will man sich in die Schlachten stürzen, gilt es sich zunächst dem Legenden Modus zu widmen. Er beinhaltet die eigentlichen Story Levels, die man als Spieler im Verlauf mit unterschiedlichen Charakteren angehen kann. Zu Beginn ist das Spiel nun so angelegt, dass man euch einen längeren einführenden Vorspann zeigt, wie die Geschichte beginnt und unser Held das erste Mal auf dem Schlachtfeld loslegen darf. Für den Spieler schon eher als Tutorial angelegt, gibt es so eine Einführung in die Grundlagen des Gameplays, der Steuerung und der vielen kleinen Eigenheiten im Spielablauf. Das eigentliche Zentrum des Legenden Modus bekommt man nach der ersten einführenden Schlacht zu Gesicht. Dann nämlich wartet ab jetzt immer ein Schlachtenbaum auf euch, über den ihr die jeweils nächste Schlacht anwählen könnt. Allerdings ist das noch lange nicht alles und das Menü des Legenden Modus bietet noch einige weitere Aspekte. Neben der Bezeichnung der Schlacht werden euch hier reichlich weitere Möglichkeiten und Informationen gegeben. So kann man beim erstmaligen Durchspielen des Legenden Modus 3 Schwierigkeitsgrade nutzen, während am Ende ein Bonusgrad freigeschaltet wird, der es dann auch in sich haben sollte. Des Weiteren gibt es pro Schlachtfeld bestimmte Belohnungen wie Herzteile, oder Skulltulas zu holen, zu denen man euch anzeigt, ob es eines speziellen Charakters bedarf, mit dem man die Schlacht spielen muss. Im Verlauf spielt man in der 3DS Version fette 24 Charaktere frei, die mal vorgegeben sind, oder von euch frei gewählt werden können. Hier spürt man mit der Zeit vor allem die neuen Handlungsstränge, so dass man zumindest ohne DLC immerhin 16 Racker freispielen kann. Für Cracks gibt es dadurch nun die Möglichkeit unter anderem auch Toon Link, Daphnos oder Tetra zu steuern. Ebenso ist das Horror Kid auch hier mit am Start und die spezielle neue Heldin Linkle zeigt sich in der 3DS Version. Könnte man aufgrund der Kleidung auch für Links Schwester halten, so dass der Name relativ selbsterklärend ist. So ist ein Handlungsstrang speziell für Linkle gemacht, während die meisten anderen neuen eben aus der neuen Wind Waker Handlung stammen.

Im Verlauf einer der wichtigsten Punkte ist der Basar, der sich immer weiter vergrößert und es euch erlaubt jeden Charakter für sich zu entwickeln, zu leveln und dementsprechend auszurüsten. Hier kommt das altbekannte Warriors Prinzip zum Tragen, das seinen motivierenden Aspekt einmal mehr auch hier ausspielen kann. Der Level Baum schaltet im Verlauf auf dem 3DS satte 32 verschiedene Schlachten frei, die euch an verschiedene Orte aus dem Zelda Universum führen. Das sind dann immerhin 14 mehr als auf der Wii U! Ein atmosphärisch große Stärke des Spiels, das man euch nur auf Schauplätzen loslegen lässt, die es in verschiedenen Zelda Spielen auch schon gab. Dabei dürfen sich Ocarina of Time Spieler genauso drauf freuen, wie solche die eher mit Skyward Sword ihre Erfahrungen gemacht haben. Und wie schon erwähnt erwacht unter anderem Port Monee zum Leben, da es euch hier immer wieder in Örtlichkeiten aus Wind Waker verschlägt. Empfinde das schon als Mehrgewinn gegenüber der Wii U Version. Dementsprechend kann man hier locker an die 20 Stunden für den Legenden-Modus einrechnen, da gefühlt das Spiel auch einen Tick schwerer ist. War zumindest mein persönliches Empfinden. Das Spielprinzip ist auch hier nun so angelegt, dass ihr euch in eine Schlacht stürzt, dort tausende von Gegnern niedermetzelt, Belohnungen en Masse sammelt und durch Erfahrungspunkte den Charakter immer besser macht. Hier geht es also nicht um Rätsel Gameplay, sondern einfach nur um Action ohne Ende. Bevor wir uns in die Feinheiten der Charakter Entwicklung stürzen, wollen wir uns mal eine Schlacht an sich etwas genauer anschauen, die schnell zeigt welche Möglichkeiten das Spielprinzip bietet. Bevor man die Schlacht beginnt, gibt es nun noch einen ausladenden Vorbereitungsbildschirm. Zunächst zeigt euch die Karte wie groß die vor euch liegende Schlacht sein wird und eigene Truppen, wie die der Gegner werden euch angezeigt. Wobei es viele Schlachten gibt, in denen sich mitten drin die Rahmen- und Siegbedingungen auch mal ändern. Wichtig ist dabei immer der Punkt Armee Info, wo man euch auch die Bedingungen für Sieg oder Niederlage preisgibt. Und in so gut wie allen Schlachten müssen einer oder mehrere Zwischen und Bossgegner besiegt werden. Wesentlich seltener sind die Schlachten, in denen auch mal die Zeit eine Rolle spielt. So unter anderem dann, wenn man einen bestimmten Gegner daran hindern muss einen Fluchtpunkt auf der Karte zu erreichen. Genauso gibt es die Gegenstücke, wo man einen eigenen Charakter zu einem solchen Punkt geleiten muss.

Neben zig Kriegern auf der Gegnerseite, die man hier als Kommandanten bezeichnet, samt deren tausender Fußtruppen, streiten auch auf eurer Seite Charaktere aus dem Zelda Universum mit ihren Truppen mit. Hier kommt ein weiterer großer Pluspunkt der 3DS Version zum Tragen und stellt daher eine echte Neuheit dar. Maximal 4 eigene Kommandanten agieren in einer Schlacht. Früher hatte man nur einen davon wirklich steuern können, während die anderen auf sich gestellt waren. Das ist auf dem 3DS nun anders. Über den Touch Screen, auf dem alle Skins abgebildet sind, kann man jederzeit und Live zu einem anderen Charakter schalten und diesen steuern. Das gibt euch vor allem bei zeitkritischen Dingen mehr Handlungsspielraum. Dadurch dass man per Ocarina auch ein Schnellreisefeature besitzt, spielt sich die 3DS Version hier und da durchaus flüssiger als der große Bruder. War früher ein Verbündeter in Schwierigkeiten und man musste erst langwierig zu ihm um zu helfen, kann man das hier nun selber in die Hand nehmen und schaltet einfach um. Finde ich sehr gut. Hier zeigt sich auch eine weitere Verzahnung im Spiel. Denn alle mitkämpfenden eigenen Charaktere gehören ja meist auch zur eigenen Armee und sind ja vielleicht in einer späteren Schlacht auch selber steuerbar. Da man im Basar aber auch per Hand alle Charaktere über Rubine leveln kann, die man jederzeit steuert, beeinflusst man ebenfalls die Kämpfe. Das geht nämlich und wirkt sich ebenfalls auf den Ausgang mancher Kämpfe aus. Ist man nun mit diesen Vorbereitungen fertig, kann man sich auch endlich in die eigene Schlacht werfen. Nach kurzen Ladezeiten beginnt alles mit einem kleinen Rundflug über einige Bereiche des Schlachtfelds und man landet schlussendlich hinter dem eigenen gesteuerten Charakter. In der typischen Third Person Sichtweise wird gespielt, egal wen und mit welcher Waffe man agiert. Dabei ist die Kamera auf dem 3DS etwas niedriger, was aufgrund der limitierten Bildschirmgröße sinnvoll ist und eine erstaunlich gute Übersicht bietet. Das hatte ich mir echt schlimmer vorgestellt. Stichwort Xenoblade, der dort auf dem 3DS durchaus durch die Bildschirmgrößen gelitten hat in Sachen Übersicht. Ansonsten spielt Zeit in dem Sinne kaum eine Rolle. 60 Minuten sind Pflicht für eine Schlacht und eigentlich auch kein Problem, auch wenn manche Schlachten durchaus mal 30-45 Minuten dauern können.

Beeinflusst werden diese Zeiten durch viele Dinge, meistens aber durch Gegner, die man über die gesamte Größe der Schlachtfelder finden und eliminieren muss. Sehr oft ist das dann so angelegt, dass ihr an einer Ecke des Schlachtfelds beginnt und das eigentliche Ziel genau am anderen Ende lauert. Um zu ihm zu kommen schickt man euch tausende an Gegnern entgegen, um euch daran zu hindern. Und das darf man auch durchaus wörtlich nehmen. Oft agieren wie schon erwähnt mehrere eigene kleine Streitkräfte an eurer Seite. Werden von der CPU gesteuert, wenn ihr gerade einen anderen steuert, fangen aber oft an einer anderen Ecke des Schlachtfelds an. Kämpfen diese gut, sprich ihr habt sie zufällig auch ein wenig gelevelt, so kann man sie meist allein agieren lassen. Hier greift das Infosystem des Spiels, über das man streiten kann. Was sich wo und gerade überall abspielt wird durch die englische Sprachausgabe wiedergegeben und Texteinblendungen, für die man aber nicht immer ein Auge hat. Auch hier hat man mit der kleinen Schrift und den eh schon mit Effekten überfrachteten Screens gut zu tun alles im Auge zu behalten. ;-) Mit der Zeit arrangiert man sich aber damit. Zudem leuchten spezielle Punkte auf der Karte, sobald etwas akutes dort passiert. Auch werden euch auf der Karte Ziele und Truppenbewegungen mittels farbiger Symbole und Einblendungen angezeigt. Vorwärts kommen ist aber erst einmal oberste Bürgerpflicht. Per Schiebepad bewegt man sich und kann die Kamera jederzeit hinter den Charakter holen. Was wichtig ist, da man immer von mehreren Seiten angegriffen wird. Alle Gegner, egal ob tausende Fußtruppen oder die gegnerischen Kommandanten, besitzen dabei sichtbare Lebensleisten über dem Kopf, die je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedlich lang sind. Die Kommandanten, sowie die Story Gegner und damit wirklich wichtigen Gegner in den Schlachten haben zudem noch ihren Namen gut lesbar darüber. Dabei kommen beim Thema metzeln die X und Y Tasten am meisten zum Einsatz. Mit ihnen wird die Waffe benutzt und erzeugen je nach Level und Entwicklung des Charakters viele Kombo Aktionen, die teilweise fast schon Finisher Niveau haben. Zusätzlich kann man über die A-Taste die Specials des jeweiligen Helden auslösen, die ebenfalls mit der Zeit immer mächtiger werden und spezielle Energie aus bis zu 3 sichtbaren Leisten ziehen. Wobei die wichtigste Anzeige immer die Lebensenergie zum Inhalt hat, die man tunlichst im Auge haben sollte. Hier sehr passend über Herzcontainer umgesetzt. ;-)

Für alle Gegner die man im Spiel eliminiert gibt es Erfahrungspunkte, die jederzeit im Spiel ein Level Up bedeuteten. Einhergehend mit stärkeren Eigenschaften des Helden. Erledigt man spezielle Gegner wie z.B. die Kommandanten oder kleinen Zwischengegner, hinterlassen diese oft Materialien, die man später im Basar für neue Waffen oder die Entwicklung ausgeben kann. Höchste Weihe sind die typischen Zelda Truhen, die hier unter dem gleichen Sound und grafischen Darstellung wie in einem Zelda Spiel geöffnet werden. Dort findet man dann eben mal seltene Waffen und natürlich die angesprochenen Herzteile, die erneut bei 4 Stück einen neuen Herzcontainer ergeben. Dazu findet man kleine Items, mit denen man die verschiedenen Leisten auch gewollt wieder füllen kann. Man kann so Lebensenergie auffrischen, die Special Leiste schneller füllen und vor allem die ebenfalls enthaltenen externen Waffen und Gegenstände verbessern. Denn wie es sich für ein Spiel wie dieses gehört, spielen hier z.B. der Bogen, die Bomben oder der Bumerang eine Rolle. Cool gemacht, da man vor allem die vielen bekannten Boss Gegner wie in den jeweiligen Zelda Spielen besiegen muss. Der Rest ist dann wirklich im Spiel metzeln bis der Arzt kommt. Rätsel oder ähnliches sind nicht vorhanden oder sollten nicht als solche bezeichnet werden. Hier zählt einfach nur das Gesetz des Stärkeren. Über die Karte sieht man immer wo die Massen an Gegnern lauern und ist wirklich selten mal allein. Wenn dann kommen auch reichlich auf euch zu, wobei die reinen Fußtruppen wieder nur Kanonenfutter sind. Sie sind in der Masse zwar mal gefährlich, aber auch durchaus sehr passiv. Egal ob das Nahkampftruppen sind, oder solche die auch Fernwaffen benutzen. Selten das euch mal härtere Burschen bearbeiten. Das bleibt wirklich den Kommandanten oder speziellen Story Gegnern in den Schlachten vorbehalten. Positiv dass man die per Taste fest arretieren kann und die an sich schon etwas hektische Kamera hier etwas entschärft wird. Man macht so ein Gebiet auf der Karte nach dem anderen Feindfrei und kämpft sich nach und nach gen Endgegner oder Zielpunkt. Zwischendurch werden euch gerne mal Tore vor der Nase geschlossen, so dass man auch mal einen alternativen Weg finden muss. Aber Spaß macht es halt seine Waffen sprechen zu lassen und die oft pausenlose Action zu erleben.

Genau das ist ja der Reiz dieser Spiele und richtet sich schon an eine spezielle Zielgruppe mit den enthaltenen Massenschlachten. Positiv das man innerhalb einer Schlacht eben gerne mal die Siegbedingungen ändert und man als Spieler eben nicht einen vorgegeben Weg durch die Locations nimmt. Mal muss man wieder irgendwohin zurück, muss plötzlich einem Verbündeten helfen, oder verloren gegangene Festungen wieder zurückerobern. Da sich trotz Hektik der Zeitdruck in Grenzen hält, wird man auch nicht so gehetzt wie man das eigentlich immer wieder denkt. Trödeln sollte man aber dennoch nicht. Denn verlieren kann man schon, oder auch ein Teilziel vergeigen. Man überschätzt manche Situationen doch gerne mal und bearbeitet zwar fast schon den Endgegner, übersieht aber das die eigene Heimatbasis angegriffen und eingenommen wird. Dann muss man aber nicht immer gleich komplett von vorn anfangen, sondern kann einen der Rücksetzpunkte pro Schlacht nutzen. Aber und das kann man schon hier erwähnen. Man macht hier nichts umsonst und kann alle Schlachten mehrmals angehen und nutzt seine entwickelten Charaktere ja auch in den anderen Modi. Denn glücklicherweise behalten die Helden alle EP und Items, auch wenn sie man draufgehen. Das langwierige daran ist auch die Tatsache, dass man wirklich nur den Charakter entwickelt, den man gerade steuert. Will man einen anderen entwickeln, muss man dort auf verschiedene Weise wieder selber Hand anlegen. Nach einer Schlacht geht es dann auch genau in diesem Teil an das Eingemachte. Zunächst wird man Bewertet und bekommt dementsprechend Rubine. Dazu gibt es die angesprochenen Materialien und erbeutete Waffen werden euch für alle möglichen der eigenen Charaktere freigeschaltet. Danach landet man auf dem Schlachten Bildschirm und könnte theoretisch die jeweils nächste angehen. Macht man aber nicht, sondern begibt sich erst einmal in den Basar, in dem man mit der Zeit ebenfalls viel Zeit verbringen kann. Grundlage hier sind vor allem die Rubine, die man wie eine Währung benutzt. Der Basar selber bietet mehrere Bereiche und reicht über direkte Einflussnahme und begleitende Dinge, bis zum Verbessern der angelegten Waffen. Beim zweitgenannten beeinflusst man bei jedem Charakter einzeln die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Charakters.

Hier spielen die Rubine nur eine untergeordnete Möglichkeit. Viel wichtiger sind in diesem Bereich die Materialien. Diese dienen dazu, um z.B. die reine Defense zu verbessern, geben euch die Möglichkeit z.B. die Special Leisten zu erweitern, oder erlauben euch den Einsatz von mehr als einer Flasche in einer Schlacht. Diese kann man ebenfalls im Basar mit verschiedenen Tränken füllen, welche die Gesundheit oder auch die Specialleisten füllen. Beim Thema Waffen hat jeder Charakter auch seine eigenen Varianten. Sprich einem Ganon das Master Schwert zu geben, geht hier natürlich nicht. ;-) Und auch diese kann man verbessern. Jede Waffe hat einen bestimmten Angriffswert und eventuell verfügbare Slots. Im Basar hat man nun die Möglichkeit 2 Waffen der gleichen Art miteinander zu verschmelzen. Dabei behält man die speziellen Fähigkeiten beider Waffen, die man über die Slots auf die jeweils neue verschmolzene Waffe übertragen kann. Link nimmt hier aber wieder eine kleine Sonderstellung ein. Denn mit dem Master Schwert bekommt er eine mächtige Variante, die man im Verlauf auch nicht pushen kann, aber eben auch nicht muss. Die beste Möglichkeit alle Kampffähigkeiten zu entwickeln bleibt aber dem Aufleveln vorbehalten. Alle Charaktere beginnen bei Level 1 und werden wie in jedem RPG mit jedem Level-Aufstieg stärker. Am Ende hatte Link bei mir Level 47, so dass bis zur 99 schon noch Luft ist. ;-) Aber dafür hat der liebe Zelda Gott den Schwierigkeitsgrad Held eingebaut, bei dem man genau wissen muss was man tut. Fast schon unfair schwer, ist das genau das Richtige für den Möchtegern Helden. Klar dass auf diesem Grad die Belohnungen noch um einiges besser sind. Mittlerweile kein Spoiler mehr, dass man Ganon im Spiel über mehrere Schlachten steuern darf. Und ich muss sagen es macht sehr viel Spaß mit dem dunklen Dödel zu spielen. Ist mal eine neue Erfahrung und hat durchaus was. Wobei aber auch Linkle als Beispiel mit ihrer Doppel-Armbrust das gewisse Etwas mitbringt. Ansonsten erlebt man die vielen bekannten Charaktere in vielen Schlachten und erlebt so eine recht große Aktionsfülle. Und wie schon erwähnt gelten die erspielten Level und Ausrüstungen für alle anderen Modi. Im Freien Modus schon sinnvoll, profitiert vor allem der Abenteuer-Modus davon.

Wählt man diesen über das Hauptmenu an, so begrüßt man euch mit einer Übersichtskarte aus grauen Vortagen und man nimmt den Modus zunächst gar nicht so ernst. Erst wenn man die erste Karte spielt, ändert man seine Meinung ganz schnell. Denn hinter jedem Kästchen auf der Karte steckt eine Schlacht und zu Beginn sind nur ganz wenige spielbar. Die nun völlig neuen Schlachten gehen ebenfalls über maximal 60 Minuten und unterscheiden sich eigentlich nicht von den großen im Legenden Modus. Einzig die Mischung ist mal anders und es gibt auch mal recht kurze Varianten, in denen man spezielle Aufgaben bekommt. Hier wird einem oft ein Charakter fest vorgegeben, so dass die Entwicklung jedes einzelnen spätestens jetzt immens wichtig wird. Und so greift dann wieder ein Rädchen ins andere und man überschaut erst jetzt den vollen Umfang des Spiels. Und mit den neuen Helden werden alle Modi etwas intensiver. Zu Beginn habt ihr hier nur 1 Karte. Viele weitere bekommt man eben nur über die käuflichen Download Pakete. Auch wenn sie teuer sind, wem die Karten gefallen kommt hier um zumindest 1 Paket eigentlich nicht herum. Was man nur bedingt über den 3DS-exklusiven Feen-Modus sagen kann. Hat ein wenig vom Tamagotchi Gameplay und spielt zunächst über den Abenteuer Modus eine Rolle. Dort kann man in bestimmten Schlachten kleine Zelda typische Feen retten und behalten. Es gibt sie in vielen verschiedenen Varianten und man kann sie später im entsprechenden Modus aufpeppeln, füttern und sich gefügig machen. ;-) Hintergrund ist der, dass man sie später mit in die Schlachten nehmen kann, damit sie dem Spieler helfen. Vor allem gegnerische Festungen, die mit einer magischen Barriere versehen sind, kann man so wesentlich leichter knacken. Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum amiibo Feature in Hyrule Warriors Legend. Unterstützt werden so ziemlich alle Figuren. Ich für meinen Teil habe von Smash Figuren, über die Splatoon Dödel bis hin zum neuen Wolf-Link alles genutzt was geht. Dabei kann man pro Tag 5 Figuren nutzen. Mehr geht an einem Tag nicht. Der Nutzeffekt ist durchaus hoch. So kann es sein das ihr fix mal 50.000 Rubine bekommt, neue Waffen und Klamotten, vor allem aber profitiert Midna vom amiibo Feature. Denn mit der Wolf-Link Figur bekommt man exklusive Waffen mit einem sehr hohen Angriffswert. Wer hier also nach starker Ausrüstung giert sollte sich den Kauf durchaus überlegen.

Positiv eben das man seine Figuren eben jeden Tag aufs Neue nutzt. Und irgendwas Gutes gibt es eben immer. Selbst Waffen die man schon hat, kann man meist teuer verkaufen und hat immer genügend Rubine um Charaktere zu leveln Items zu kaufen, oder die Medaillen zu verbessern.

Grafik & Sound....

Grafisch gibt es eigentlich fast nur Gutes zu berichten. Es sei denn ihr wollt unbedingt mit höchstem 3D-Effekt spielen. Dann erlebt man bei großen Gegner Ansammlungen doch mal den einen oder anderen Ruckler. Aber selbst ohne 3D lässt das Spiel die Augen des Gamers leuchten. Selten das ein 3DS Spiel so viele Effekte auf engstem Raum bietet. Das war teilweise sehr beeindruckend und hebt das Spiel vor allem in Sachen Effekten aus der großen Masse. Bildschirmfüllend und mit Gegnern wie Dodongo ja nun auch beileibe keinen kleinwüchsigen Gegner. Neben den satten Farben gefallen auch die Texturen sehr gut, die zusammen mit dem schnellen Kampfgameplay eine tolle Atmosphäre erzeugen. Einzig das Lauftempo könnte aus dem Stand etwas höher sein. Erst nach einigen Metern erreicht der Charakter den "Rennmodus". Weiterer Pluspunkt, der schon auf der Wii U zu gefallen wusste sind einfach die Backgrounds der Locations. Allein durch das Zelda Thema wird das Ganze ungemein aufgewertet. Und wer denkt er kennt alles von der Wii U her, der darf eben jetzt durch Linkle und das Wind Waker Thema völlig neue Umgebungen erleben. Die Weitsicht ist vollkommen in Ordnung und nur die ab und zu plötzlich aufpoppenden Gegneransammlungen geben etwas Anlass zur Kritik. Aber alles nichts, was man allzu hoch hängen sollte. Wenn dann ist es wirklich das Ruckeln ab und zu bei vollem 3D und vielen Gegnern um einen herum. Der Rest ist passend und vor allem der Kampfspeed ist hervorragend.

Auch der Sound ist über jeden Zweifel erhaben. Klingt aufgrund der limitierten Technik logischerweise zwar nicht ganz so satt wie auf der Wii U, kann aber wieder sehr von den vielen Stücken und Effekten des Zelda Universums profitieren. Schon mit dem ersten Spielstart ist man hier gefangen, weil man eben konsequent auf die Zelda Musiken setzt. Je nach Location angepasst, gilt das auch für die Kampf- und Situationseffekte. Ob das jetzt die Laute mancher Charaktere angeht, oder allein das Öffnen einer Truhe. Willkommen Zuhause möchte man jedem Nintendo Jünger zurufen. Große Klasse und ein dickes Lob für diese sehr atmosphärische Begleitung der Action.

Fazit....

Insgesamt kann man der 3DS Portierung von Hyrule Warriors ein sehr gelungenes Zeugnis ausstellen. Das reine Gameplay ist an sich unverändert und macht auf der Wii U, wie auch jetzt auf dem 3DS jede Menge Spaß. Bis auf ein ab und zu sichtbares Ruckeln bei vollem 3D-Effekt, erlebt der Spieler ein schnelles und ausgereiftes Gameplay mit guter Steuerung und einem schnellen Kampfspeed. Die gelungenen Zutaten der Wii U Version findet man alle auch hier vor und abgespeckt ist hier nichts. Im Gegenteil! Mit nun 32 Karten und Missionen fast doppelt so viel wie bei großen Bruder spielbar, sitzt man länger am Spiel und hat dadurch auch in Sachen Spielzeit gut zu tun. Der Abenteuer-Modus ist genau das Richtige für Langzeitspieler, da man durch die Möglichkeit neue Karten zu kaufen, eigentlich auf Monate zu tun hat. Auch wenn es immer ein schmaler Grat ist, Geld für neue Inhalte auszugeben. Dennoch lohnenswert, wenn man diesen Bestandteil des Spiels gerne spielt. Das die Herausforderungen als eigenständiger Modus hier fehlen, fällt dabei überhaupt nicht negativ ins Gewicht. Lohnenswerte amiibo Belohnungen runden den sehr gelungenen Eindruck des Spiels ab. Von daher kann man selbst Spielern der Wii U Version die portable Variante wärmstens ans Herz legen. Nochmal das gleiche Spiel gibt es hier eben nicht. In Sachen Umfang schon gleich gar nicht. ;-)

 

+ Gelungene Spielzeit
+ Gut portierte Steuerung
+ Grafik/Sehr Effektreich
+ 24 Charaktere, 32 Levels!
+ 4 Charaktere gleichzeitig
+ Entwickelbare Charaktere
+ Abenteuer-Modus motiviert
+ Speichern jederzeit
- Ruckler mit vollem 3D
- Mehrspiele wäre eine feine Sache

GRAFIK: 84%

SOUND/EFFEKTE: 85%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 84%

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