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3DS Flap Flap
 
 
Flap Flap - 3DS
Matthias Engert (07.04.2015)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Sanuk Games
GENRE: Geschicklichkeit
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-6
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: 17.04.
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Konnte man sich die letzten Wochen auf dem 3DS über allerlei epische Spiele freuen, so sollen auch mal wieder die Casual Games zu ihrem Recht kommen. Denn auch die gibt es ja glücklicherweise noch. Nicht jeder Spieler will sich im dreistelligen Stundenbereich mit seinem Spiel bewegen und sucht auch mal den kurzweiligen Spaß für unterwegs. Im eShop findet man davon zwar mehr als genug, aber auch der Retail Markt bekommt hier ständig Zuwachs. Einmal mehr sorgt die Firma Bigben dafür. Sonst eher im Zubehörmarkt Zuhause, bereichern sie auch ab und zu den Software Markt auf dem 3DS. Schön wenn man es dabei mal mit einem Spielprinzip versucht, dass noch nicht so oft versucht wurde. Oder sagen wir besser, man versucht es konsequenter zu machen. Das trifft nämlich auf Flap Flap zu, der zunächst ein gewöhnlicher Casual Titel ist, aber dennoch den "…ich will es immer und immer wieder versuchen…" Spieler ansprechen will. Was der Titel bietet und ob sich ein intensiver Blick lohnt, soll euch wie immer der Test verraten.

Menus und die Story....

Wie schon erwähnt tritt Bigben hier als Publisher auf. Entwickelt wurde der Titel von Sanuk Games, die sich seit gut 12 Jahren eben speziell dem Casual Markt verschrieben haben. Nun also mal wieder auf dem 3DS, den sie zeitgleich auch mit dem Navy Commander bereichern wollen. Passend für die Region und die Zielgruppe ist Flap Flap komplett lokalisiert, wobei Sprache hier eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Aber was man lesen kann, ist auch auf Deutsch gehalten. Gespeichert wird hier intern auf der Cartridge, wobei sich das rein auf die erspielbaren Scores beschränkt. Bei den sonstigen Rahmenbedingungen ist der Titel fast noch ein Relikt aus den DS Zeiten. Denn in Sachen Hardware Nutzung der 3DS Feature nutzt man bis auf den 3D-Effekt nichts der möglichen 3DS Features. Nicht der einzige Punkt, an dem man dem Spiel doch seinen Casual Gedanken stark anmerkt. Bleibt also zunächst ein Game für den Einzelspieler. Eine Story sollte man dementsprechend nicht erwarten. Denn die gibt es hier auch nicht. Auch wenn man auf den ersten Blick dem Spiel eine gewisse Angry Birds Ähnlichkeit nicht ganz absprechen kann. Was euch hier erwartet ist Geschicklichkeit pur, die euch ohne Geschichte im Hintergrund und großartiges Drumherum sofort in die spielerische Action entlässt.

Dementsprechend simpel ist auch die Menüführung im Spiel. Bedingt durch einen Spielstand landet man hier sofort auf dem Hauptmenu des Spiels, das euch 2 spielerische Modi anbietet, sowie je eine Rubrik für die Einstellungen und die Highscores. Decken die Einstellungen einzig den Sound und das komplette Zurücksetzen des Spiels ab, so finden sich im Highscore Bereich nur Einträge für einen der spielerischen Modi - dem Endlos-Modus. Die zweite Variante für ein schnelles Spiel ist das Level Gameplay, die man hier einzeln anwählen kann. Mehr gibt es hier auch nicht im Vorfeld zu klären. Also nichts wie rein in die spielerische Action von Flap Flap.

Technik und Game Play....

Für einen ersten Kontakt mit dem Gameplay, sollte man sich durchaus dem Level-Modus widmen. Hier kann man die Grundlagen kennenlernen und den Gesamtinhalt des Spiels Etappenweise angehen. Inhaltlich warten im gesamten Spiel 5 mehr oder weniger große Levels auf euch gelöst zu werden. Klingt nach nicht so viel und hätte durchaus noch ein wenig mehr sein können. Glücklicherweise gibt es den Score Modus, der auch hier schon integriert ist. Schade dass man gleich alle Level von Beginn an wählen kann, was der üblichen Motivation etwas freizuspielen abträglich ist. Wer will kann also gleich mit Level 5 beginnen. Wir fangen vorne an und wählen zunächst mal Level 1 an. Von nun an startet das Spiel in der ersten Location und schnell wird dabei die Screenaufteilung klar. Anders als z.B. beim Navy Commander aus gleichem Hause, spielt sich die eigentliche Action im 3D-Bildschirm ab, während der Touch Screen sowohl für die Steuerung und informatorische Dinge gemacht ist. Auf dem 3D-Screen sieht man nun in einer Endlosschleife zunächst einen Vogel von links nach rechts fliegen, ohne dass man selber etwas tun muss. Erst nach dem Drücken der A-Taste beginnt auch das eigentliche Spiel. Startet das Level, fliegt der Vogel noch kurz durch die Luft, um gleich danach einfach nach unten zu fallen. Sobald der Vogel den Boden berührt ist das Spiel auch schon vorbei und ihr beginnt komplett von vorn. Rücksetzpunkte gibt es nicht und dementsprechend auch kein Leben Feature. Damit man nun weiter spielen kann, muss man den Vogel also in der Luft halten. Das geschieht durch unentwegtes Tippen der A-Taste oder eben dem Vogel Symbol auf dem Touch Screen per Pen. Immer beim Drücken bewegt er sich ein Stück nach oben und fällt in den Momenten ohne euer Zutun schnell nach unten.

Sprich die Geschicklichkeit liegt darin, durch das eigene Tempo und den Rhythmus beim Tasten und Symbol Drücken den Vogel in der Luft zu halten. Drückt man in schnellerer Abfolge, bewegt sich der Vogel auch nach oben, bei langsamerem Rhythmus dementsprechend nach unten. Nun wäre das ein wenig simpel, also verschärft man die Rahmenbedingungen etwas. Auf dem Weg zum Zielbereich, den es natürlich gibt, schickt man euch verschiedene Schwierigkeiten entgegen. Das reicht von vielen festen Bauten, die in eure Flugbahn ragen und reicht bis zu Gegnern, die sich in festen Bahnen bewegen und euch ebenfalls aus dem Tritt bringen sollen. Das gelingt ihnen auch sehr gut, wie ich feststellen musste. ;-) Dennoch lernt man die Steuerung natürlich schnell kennen und die entsprechenden Rhythmen, mit denen man die Tasten drücken muss. Auf dem Weg zum Ziel gilt es nun auch Punkte zu machen. Über herumschwebende Münzen verschiedener Wertigkeiten wird das abgedeckt. Bonus Punkte für ein besonders schnelles Abschließen eines Levels, oder dem Eliminieren von Gegnern gibt es leider nicht. Wäre ein Punkt, den man sich gewünscht hätte. Auch wenn man sich schnell mit der Steuerung arrangiert und die Gegebenheiten der Levels kennenlernt, gibt es viele Momente, in denen man gerne mal scheitert. Damit kein Frust bei der jungen Zielgruppe aufkommt, haben die Entwickler verschiedene Items in den Levels versteckt, die man sammelt, nach eigenem Ermessen nutzen kann und solche, die sofort bei Berührung aktiviert werden. Spätestens im Endlos-Modus, bei dem man alle Levels hintereinander spielen kann, lernt man diese doch sehr schätzen. ;-)

Wie schon erwähnt teilen sich diese in verschiedene Wertigkeiten. 3 Stück kann man sammeln und hat dafür entsprechende Anzeigen und Buttons auf dem Touch Screen, um sie manuell an einer bestimmten Stelle im Level zu nutzen. Zunächst gibt es ein Wecker Item, mit dem man die Zeit kurz anhalten kann, um den Vogel ganz schnell per Schiebepad an eine andere Stelle im Bildausschnitt zu platzieren. Ähnlich gelagert ist das Gleiter-Item, mit dem man für mehrere Sekunden keine Taste drücken muss und ebenfalls per Schiebepad die Höhe beeinflusst. Das gewichtigste Item ist aber das Schild, von denen man auch gleich mehrere gleichzeitig tragen kann. Sie dienen als Trefferpunkt und man kann sich bei einem Schild eine Berührung oder einen Gegner Treffer leisten. Gerade im Endlos Modus sind diese Items auch häufiger zu finden und sehr wichtig. Ein Item für unterwegs, sprich das man sofort nimmt ist das Burner Item. Berührt man es, zieht man einen Feuerschweif hinter sich her und ist für ein paar Sekunden unverwundbar. In dieser Zeit stellen auch bauliche Hindernisse kein Problem dar. Hier ist gutes Timing gefragt, wenn die Wirkung aufhört. Manchmal entscheiden nur ein paar Zehntelsekunden, ob man gerade noch an einem Hindernis oder Gegner vorbei kommt. So merkt man schnell, dass man die Level einzeln durchaus schnell meistern kann, im Endlos Modus aber eine Weile zu kauen hat.

Ohne allerdings vor unlösbare Aufgaben gestellt zu werden. Von daher wären ein paar mehr Levels durchaus noch wünschenswert gewesen. Gerade für ältere Spieler wird deshalb in meinen Augen einfach zu wenig geboten. Da hilft auch die Jagd nach dem Score nichts.

Grafik & Sound....

Grafisch ist Flap Flap kein 3DS Kaliber der oberen Klasse. Wie schon auf der technischen Seite, kommt auch hier vieles auf DS Niveau daher. Ist jetzt kein extremer Kritikpunkt, Angry Birds sieht auch nicht besser aus, sollte aber natürlich nicht unerwähnt bleiben. Die grafischen Gestaltungen der einzelnen Level Umgebungen sind einfach gehalten und trumpfen meist mit einfarbigen Texturen auf. Schwach ist der 3D-Effekt, der den 3DS nicht fordert und nur angedeutet rüberkommt. Bei der Darstellungsweise wären einzig die Ebenen in der Tiefe des Screens markanter darstellbar. Aber auch das schafft man kaum. Wenig überraschend das man an der Technik nichts zu meckern hat. Die Steuerung ist sauber und ebenso die Kollisionsabfrage. Manchmal fast einen Tick zu genau, aber das was man erwarten darf in einem solchen Spiel.

Der Sound gehört zu den stimmigen Casual Vertretern. Da gab es schon ganz andere und nervige Kaliber. Hier dudelt einem eine fröhliche Musik entgegen, die nicht nervt, aber nun auch keine Bäume ausreißt. Auch hier auf ordentlichem Niveau, um den Spieler bei seiner Levelreise zu begleiten.

Fazit....

Alles in allem ist Flap Flap ein durchschnittlicher Casual Titel, der zwar nichts falsch macht, oder sich große technische Schwächen leistet. Wie auch beim Navy Commander hätte man sich aber ruhig noch mehr Inhalte und mehr Möglichkeiten beim Punktesammeln gewünscht. Für die ältere Zielgruppe bietet der Titel vor allem auf Dauer zu wenig. Die jüngere Zielgruppe wird schon unterhalten, hätte sich aber über mehr Levels nicht unbedingt beschwert. Das Spielprinzip ist gelungen und in der Konsequenz so nirgends spielbar. Aber es hätte eben etwas mehr sein können. Positiv ist die Preisgestaltung mit 20 Euro. Akzeptabel und mehr hätte es nicht sein dürfen. Auch da haben wir in der Vergangenheit ganz andere Beispiele erlebt.

 

+ Typisches Casual Game
+ Einfache/Gute Steuerung
+ Endlos Modus samt Scores
+ Boni innerhalb der Levels
+ Komplett Deutsch
- Mehr Levels wünschenswert
- Grafisch zweckmäßig
- Nichts zum Freispielen

GRAFIK: 58%

SOUND/EFFEKTE: 60%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 62%

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