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3DS Fire Emblem Warriors
 
 
Fire Emblem Warriors - 3DS
Matthias Engert (27.12.2017)

SYSTEM: New3DS only
ENTWICKLER: Intelligent/Nintendo
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
AMIIBO: Ja, alle
SCHWIERIGKEIT: 1-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK12
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Ein Erfolgsrezept vieler Nintendo-Serien ist ja die Tatsache, dass man ihre Helden und Inhalte in zig verschiedene Spiele-Thematiken gepackt hat. Mit dem eigentlich schier unendlichen Fundus an Serien, ist das gerade heutzutage ein immenser Vorteil. Mario mag mit seinen Ausflügen in diverse Genres sicherlich das beste Beispiel sein, aber in der Hinsicht könnte man die Liste um einiges verlängern. Dabei muss so etwas nicht immer nur Inhouse bleiben. Man nehme eine eigene Spiele-Reihe und packe sie in das Gameplay-Korsett einer anderen Serie und hat ein erfolgreiches Produkt. So bekomme ich ganz gut die Kurve zum eigentlichen Thema, der Warriors Thematik aus dem Hause Koei Tecmo. Ebenfalls gefühlt eine halbe Ewigkeit begleitet die Serie nun schon Generationen an Spielern. Horden an Gegnern in effektreichen 3D-Schlachten umzulegen, ist an sich schon gelungenes Thema für sich, verbunden mit einer Nintendo Serie für uns umso schöner. Es ist jetzt schon eine ganze Weile her, da erfreut man uns mit der Mischung Warriors und dem Zelda Thema. Hyrule Warriors Legends war wenig überraschend seinerzeit auf der Wii U, aber auch auf dem 3DS ein großer Erfolg. Warum das Ganze also nicht wiederholen? Gesagt getan und man tat sich erneut zusammen. Herausgekommen ist dieses Mal die Verbindung aus der Warriors Reihe und dem Fire Emblem Universum. Erneut umgesetzt für 2 Systeme mit der Switch und dem 3DS, wollen wir euch heute die Version für Nintendos Handhelden etwas näher vorstellen.

Menus und die Story....

Zusammen mit Intelligent Systems und Koei Tecmo wurde der Titel entwickelt, der natürlich wie immer unter dem Dach Nintendos erschienen ist. Dementsprechend muss man sich über die Rahmenbedingungen keine Sorgen machen. Auch wenn man sich wie bei der Hyrule Umsetzung ein paar Kleinigkeiten durchaus noch gewünscht hätte. Vor allem natürlich einen Mehrspieler, den es auch hier nicht gibt. Ausgelegt für einen Spieler gibt es Kontakt nach außen nur über den herunterladbaren DLC, oder das Lesefeature der Fire Emblem amiibos. Verzichtet hat man dieses Mal auch komplett auf den 3D-Modus. Zwar schon etwas schade, bin ich mir aber sicher, dass man aufgrund der effektreichen Massenschlachten darauf verzichtet hat. Gerade das war ja in der 3DS Umsetzung von Hyrule Warriors ein Kritikpunkt, ob einiger sichtbarer Ruckler. Dafür bekommt ihr ein lokalisiertes Spiel in Sachen Texten und könnt eine englische und japanische Sprachausgabe nutzen. Letzteres über einen kostenfreien DLC. Killerfeature ist auch hier das jederzeit mögliche Speichern innerhalb der Schlachten, falls es doch mal nicht ganz so läuft wie gewünscht. War die Fire Emblem Reihe bisher ein eher taktisch angehauchtes Spiel, so erwartet uns hier natürlich Action pur. Begleitend dazu ist auch die Story eher neu und man hat sich vor allem auf die Fahnen geschrieben, verschiedene FE Stränge einfließen zu lassen. Später gibt es dazu extra einen Spielmodus, wo man diesen Punkt extrem ausgelebt hat. Hier dreht sich in der Hauptstory alles um die Reise zweier königlicher Zwillinge, deren Geschicke ihr beeinflussen sollt. Das friedliche Königreich Aytolis wird von einer Horde merkwürdiger Monster angegriffen. Yelena, die Königin von Aytolis, ihre Zwillinge Rowan und Lianna, sowie Prinz Darios aus dem benachbarten Königreich Griston werden schnell über eine sichere Passage zum Schloss eskortiert. Als die Passage jedoch unvermittelt einstürzt, wird Königin Yelena von ihren Kindern getrennt. Durch eine Lücke im Geröll reicht die Mutter ihren Zwillingen einen uralten Schild und fleht Prinz Darios an, Rowan und Lianna zu beschützen und zu einem nahe gelegenen Tempel zu bringen.

Nachdem ihnen keine andere Wahl bleibt, als ihre Mutter zurückzulassen, machen sich die Zwillinge mit Darios auf den Weg zum Tempel. Unterwegs müssen sie es mit unzähligen Monstern aufnehmen, die ihnen den Weg versperren. Als sie sich dem Tempel nähern, begegnen ihnen Fremde, die aus einer anderen Welt zu stammen scheinen. Bei den Fremden handelt es sich um die Krieger Chrom, Frederick und Lissa aus dem unbekannten Königreich Ylisse, die sich, vereint durch dieselbe Mission, den Zwillingen und Darios anschließen. Nachdem sie sich den Zutritt zum Tempel erkämpft haben, übergeben die Zwillinge den geheimnisvollen Schild an den Bischof des Tempels. Er informiert sie, dass sie im Besitz des legendären Flammenschilds sind, welches in der Lage ist, den Chaosdrachen Velezark einzusperren, der die Verantwortung für die Zerstörung des Landes trägt. Um die Macht des Schilds wiederzuerwecken, muss die Gruppe fünf Pyroxen finden, die sich im Besitz von Helden aus anderen Welten befinden. Eines hat Chrom, doch von den vier anderen fehlt jede Spur... Bevor wir uns den ganzen Aufgaben widmen können, schauen wir uns die Möglichkeiten zunächst mal an. Zunächst könnt ihr auf einem ersten Menü ein neues Spiel starten, ein gespeichertes Fortsetzen, die Sprache anpassen und natürlich die DLCs begutachten. Erst danach folgt das eigentliche Hauptmenu. 3 Speicherplätze stehen euch zur Verfügung, die ihr auch Kopieren und Löschen könnt. Habt ihr alles freigeschaltet, steht euch der übergeordnete Story-Modus zur Verfügung, sowie der spielerische Bonus Punkt "Historischer Modus". Dazu kommen die Punkte Vorrat und das Feldlager, auf die ich später im Gameplay Abschnitt noch näher eingehe. Vor allem weil sie auch innerhalb der Story eine Rolle spielen. Zu guter Letzt kommen die Extras, in denen ihr Statistiken, Sequenzen, eine Ruhmeshalle und die amiibo Sektion vorfindet.

Die amiibos sind hier sehr passend eingebunden. Zwar nur als Lese-Feature eingebunden, könnt ihr dazu alle jemals erschienen Figuren nutzen. Ja nachdem welche Figur ihr nutzt, schaltet ihr immer wieder neue Waffen oder auch seltene Materialien frei. Das ganze täglich mit 5 Figuren machbar und speziell für jeden FE-Charakter, zu dem es eine Figur gibt. Nicht nur am Anfang, sondern auch später für den Historischen Modus sehr lohnenswert. Wieder wird der Spieler durchaus belohnt, der mindestens 5 verschiedene Figuren nutzen kann.

Technik und Game Play....

Ganz wichtig im Vorfeld ist der Fakt, dass nur Besitzer des New 3DS oder New 2DS loslegen dürfen. Wer einen älteren 3DS besitzt, schaut leider in die Röhre. Aktuell gibt es zur 3DS-Ausgabe schon 2 mehr oder weniger große Patches, so dass wir uns aktuell bei Version 1.3 befinden. Sollte man sich auf jeden Fall antun, da neben kleineren spielerischen Dingen auch Stabilitätsprobleme behoben wurden. Gleich ein Wort zum DLC. Etwas das Nintendo ja mittlerweile sehr gern und oft in seine Games einbindet. Aktuell gibt es 3 Dinge. Neben dem kostenlosen japanischen Sprachpaket, warten ein spezielles Paket zu FE Fates für 9 Euro, sowie der auch hier verfügbare Season Pass für 20 Euro. Wie bei einem Zelda, Xenoblade oder den Rabbids kauft ihr damit auch Pakete, die erst 2018 erscheinen. Inhalt sind neue Schlachten für den Historischen Modus, Klamotten, Waffen und neue Charaktere. Aber kümmern wir uns zunächst mal um das Hauptspiel, das glücklicherweise keinen DLC braucht, um euch lange vor dem 3DS zu halten. Sichtbar portiert, aber dennoch sehr gelungen ist der Vorspann des Spiels, der euch in die Geschichte um die beiden Zwillinge einführt. Auch im späteren Verlauf sind alle entsprechenden Sequenzen enthalten, die auch die Switch Version bietet. Das eigentliche Zentrum des Story-Modus bekommt man nach der ersten einführenden Schlacht zu Gesicht. Dann nämlich wartet ab jetzt immer ein Schlachtenbaum auf euch, über den ihr die jeweils nächste Schlacht anwählen könnt. Allerdings ist das noch lange nicht alles und das Menü des Story-Modus bietet noch einige weitere Aspekte. Neben der Bezeichnung der Schlacht werden euch hier reichlich weitere Möglichkeiten und Informationen gegeben. Ihr könnt Infos zur kommenden Schlacht bekommen und die beiden extrem wichtigen Anlaufpunkte "Vorrat" und "Feldlager" besuchen. Punkte auf die ich später noch genauer eingehe. Über die Info bekommt ihr auch zu sehen ob spezielle Charaktere erforderlich sind, oder welche gar ausgeschlossen sind. Leider gibt man euch immer fest vor, wen man mit in die Schlacht nimmt. Was schade ist, ob der Vielzahl an bekannten Charakteren.

Im Verlauf spielt man in der 3DS Version 20 Charaktere frei, die so ziemlich alle wichtigen und großen Helden der Fire Emblem Serie beinhalten. Egal ob Marth, Lucina, Ryoma oder auch Xander sind dabei mit von der Partie. Bedeutet auch, dass die Klassen der Charaktere, wie in den gewohnten Fire Emblem-Spielen eine große Rolle spielen. Es geht also nicht nur zu Fuß zur Sache. Hier greifen dann auch die beiden Menüpunkte Vorrat und das Feldlager mit hinein, die sich immer weiter vergrößern und es euch erlauben jeden Charakter für sich zu entwickeln, zu leveln und dementsprechend auszurüsten. Hier kommt das altbekannte Warriors Prinzip zum Tragen, das seinen motivierenden Aspekt einmal mehr auch hier ausspielen kann. Der Level Baum schaltet im Verlauf auf dem 3DS 21 verschiedene Kapitel und damit Schlachten frei, die euch an verschiedene Orte aus dem Fire Emblem Universum führen. Das Spielprinzip ist auch hier nun so angelegt, dass ihr euch in eine Schlacht stürzt, dort tausende von Gegnern niedermetzelt, Belohnungen en Masse sammelt und durch Erfahrungspunkte den Charakter immer besser macht. Hier geht es also nicht um Taktik-Gameplay mit rundenbasiertem Spielablauf, sondern einfach nur um Action ohne Ende. Bevor wir uns in die Feinheiten der Charaktere Entwicklung stürzen, wollen wir uns mal eine Schlacht an sich etwas genauer anschauen, die schnell zeigt welche Möglichkeiten das Spielprinzip bietet. Bevor man die Schlacht beginnt, gibt es nun noch einen ausladenden Vorbereitungsbildschirm. Zunächst zeigt euch die Karte wie groß die vor euch liegende Schlacht sein wird und eigene Truppen, wie die der Gegner werden euch angezeigt. Wobei es viele Schlachten gibt, in denen sich mitten in einer Schlacht die Rahmen- und Siegbedingungen auch mal ändern. Allerdings weitaus weniger als z.B. in einem Hyrule Warriors.

Wichtig ist dabei immer der Ziel-Info, wo man euch auch die Bedingungen für Sieg oder Niederlage preisgibt. Und in so gut wie allen Schlachten müssen einer oder mehrere Zwischen und Bossgegner besiegt werden. Wesentlich seltener sind die Schlachten, in denen auch mal die Zeit eine Rolle spielt. So unter anderem dann, wenn man einen bestimmten Gegner daran hindern muss einen Fluchtpunkt auf der Karte zu erreichen. Genauso gibt es die Gegenstücke, wo man einen eigenen Charakter zu einem solchen Punkt geleiten muss. Neben zig Kriegern auf der Gegnerseite, die man hier als Kommandanten bezeichnet, samt deren tausender Fußtruppen, streiten auch auf eurer Seite Charaktere aus dem Fire Emblem Universum mit ihren Truppen mit. Hier kommt ein weiterer großer Pluspunkt erneut zum Tragen, der die Handheld Versionen auszeichnet. Maximal 4 eigene Kommandanten agieren in einer Schlacht, sprich man steuert diese auch selber. Mitkämpfen ohne euer Zutun werden auch andere. Diese könnt ihr aber nur in Sachen Vorbereitung beeinflussen. Früher hatte man nur einen davon wirklich steuern können, während die anderen auf sich gestellt waren. Über den Touch Screen, auf dem alle Skins abgebildet sind, kann man jederzeit und Live zu einem anderen Charakter schalten und diesen steuern. Das gibt euch vor allem bei zeitkritischen Dingen mehr Handlungsspielraum. Denn alle mitkämpfenden eigenen Charaktere gehören ja meist auch zur eigenen Armee und sind ja vielleicht in einer späteren Schlacht auch selber steuerbar. Oftmals zunächst als neutrale Helden im Einsatz, oder gar zunächst als Gegner, schließen sie sich mit der Zeit der eigenen Streitmacht an. Da man im Feldlager aber auch per Hand alle Charaktere leveln kann, die man jederzeit steuert, beeinflusst man ebenfalls die Kämpfe. Das geht nämlich und wirkt sich ebenfalls auf den Ausgang mancher Kämpfe aus. Ist man nun mit diesen Vorbereitungen fertig, kann man sich auch endlich in die eigene Schlacht werfen. Nach kurzen Ladezeiten beginnt alles mit einer kleinen Gesprächssequenz zwischen den Charakteren und man landet schlussendlich hinter dem eigenen gesteuerten Charakter.

In der typischen Third Person Sichtweise wird gespielt, egal wen und mit welcher Waffe man agiert. Dabei ist die Kamera auf dem 3DS etwas niedriger, was aufgrund der limitierten Bildschirmgröße sinnvoll ist und eine dennoch gute Übersicht bietet. Da hier nur der New 3DS oder New 2DS unterstützt werden, spielt natürlich der rechte Stick die Trumpfkarte in Sachen Kamera aus, die man damit frei um den Helden drehen kann. Ansonsten spielt Zeit in dem Sinne kaum eine Rolle. 60 Minuten sind Pflicht für eine Schlacht und eigentlich auch kein Problem, auch wenn manche Schlachten durchaus mal 30 Minuten dauern können. Dennoch im Vergleich zu einem Hyrule Warriors oft kürzer. Beeinflusst werden diese Zeiten durch viele Dinge, meistens aber durch Gegner, die man über die gesamte Größe der Schlachtfelder finden und eliminieren muss. Sehr oft ist das dann so angelegt, dass ihr an einer Ecke des Schlachtfelds beginnt und das eigentliche Ziel genau am anderen Ende lauert. Um zu ihm zu kommen schickt man euch tausende an Gegnern entgegen, um euch daran zu hindern. Und das darf man auch durchaus wörtlich nehmen. Oft agieren wie schon erwähnt mehrere eigene kleine Streitkräfte an eurer Seite. Werden von der CPU gesteuert, wenn ihr gerade einen anderen steuert, fangen aber oft an einer anderen Ecke des Schlachtfelds an. Kämpfen diese gut, sprich ihr habt sie im Feldlager auch ein wenig gelevelt, so kann man sie meist allein agieren lassen. Hier greift das Infosystem des Spiels, über das man streiten kann. Was sich wo und gerade überall abspielt wird durch die englische Sprachausgabe wiedergegeben und Texteinblendungen, für die man aber nicht immer ein Auge hat. Auch hier hat man mit der kleinen Schrift und den eh schon mit Effekten überfrachteten Screens gut zu tun alles im Auge zu behalten. ;-) Mit der Zeit arrangiert man sich aber damit. Auch die Karte an sich auf dem Touch Screen ist durchaus tricky. Im normalen Modus überlappen sich alle möglichen Anzeigen etwas. Erst im möglichen Detailmodus sieht man mehr. Dann geht aber das große Ganze etwas verloren. ;-)

Zudem leuchten spezielle Punkte auf der Karte, sobald etwas akutes dort passiert. Auch werden euch auf der Karte Ziele und Truppenbewegungen mittels farbiger Symbole und Einblendungen angezeigt. Vorwärts kommen ist aber erst einmal oberste Bürgerpflicht. Per Schiebepad bewegt man sich und kann die Kamera jederzeit hinter den Charakter holen. Was wichtig ist, da man immer von mehreren Seiten angegriffen wird. Die verschiedenen Gegner besitzen dabei sichtbare Lebensleisten über dem Kopf, die je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedlich lang sind. Die Kommandanten, sowie die Story Gegner und damit wirklich wichtigen Gegner in den Schlachten haben zudem noch ihren Namen gut lesbar darüber. Dabei kommen beim Thema metzeln die X und Y Tasten am meisten zum Einsatz. Mit ihnen wird die Waffe benutzt und erzeugen je nach Level und Entwicklung des Charakters viele Kombo Aktionen, die teilweise fast schon Finisher Niveau haben. Zusätzlich kann man über die A-Taste die Specials des jeweiligen Helden auslösen, die ebenfalls mit der Zeit immer mächtiger werden und spezielle Energie aus mehreren möglichen sichtbaren Leisten ziehen. Wobei die wichtigste Anzeige immer die Lebensenergie zum Inhalt hat, die man tunlichst im Auge haben sollte. Für alle Gegner die man im Spiel eliminiert gibt es Erfahrungspunkte, die jederzeit im Spiel ein Level Up bedeuten können. Einhergehend mit stärkeren Eigenschaften des Helden. Erledigt man spezielle Gegner wie z.B. die Kommandanten oder kleinen Zwischengegner, hinterlassen diese oft Materialien, die man später im Feldlager für neue Waffen oder die Entwicklung ausgeben kann. Höchste Weihe sind die typischen Truhen, die es ja auch in den Fire Emblem Spielen gab. Dort findet man dann eben mal seltene Waffen und natürlich seltene Materialien. Dazu findet man kleine Items, mit denen man die verschiedenen Leisten auch gewollt wieder füllen kann. Man kann so Lebensenergie auffrischen, die Special Leiste schneller füllen und vor allem die ebenfalls enthaltenen externen Waffen und Gegenstände verbessern. Denn wie es sich für ein Spiel wie dieses gehört, spielen hier z.B. der Bogen, Äxte und Lanzen oder natürlich alle möglichen Arten an Schwertern eine Rolle.

Der Rest ist dann wirklich im Spiel metzeln bis der Arzt kommt. Rätsel oder ähnliches sind nicht vorhanden oder sollten nicht als solche bezeichnet werden. Hier zählt einfach nur das Gesetz des Stärkeren. Über die Karte sieht man immer wo die Massen an Gegnern lauern und ist wirklich selten mal allein. Wenn dann kommen auch reichlich auf euch zu, wobei die reinen Fußtruppen wieder nur Kanonenfutter sind. Sie sind in der Masse zwar mal gefährlich, aber auch durchaus sehr passiv. Egal ob das Nahkampftruppen sind, oder solche die auch Fernwaffen benutzen. Selten das euch mal härtere Burschen bearbeiten. Das bleibt wirklich den Kommandanten oder speziellen Story Gegnern in den Schlachten vorbehalten. Positiv dass man die per Taste fest arretieren kann und die an sich schon etwas hektische Kamera hier etwas entschärft wird. Man macht so ein Gebiet auf der Karte nach dem anderen Feindfrei und kämpft sich nach und nach gen Endgegner oder Zielpunkt. Zwischendurch werden euch gerne mal Tore vor der Nase geschlossen, so dass man auch mal einen alternativen Weg finden muss. Aber Spaß macht es halt seine Waffen sprechen zu lassen und die oft pausenlose Action zu erleben. Genau das ist ja der Reiz dieser Spiele und richtet sich schon an eine spezielle Zielgruppe mit den enthaltenen Massenschlachten. Positiv das man innerhalb einer Schlacht eben gerne mal die Siegbedingungen ändert und man als Spieler eben nicht einen vorgegeben Weg durch die Locations nimmt. Mal muss man wieder irgendwohin zurück, muss plötzlich einem Verbündeten helfen, oder verloren gegangene Festungen wieder zurückerobern. Da sich trotz Hektik der Zeitdruck in Grenzen hält, wird man auch nicht so gehetzt wie man das eigentlich immer wieder denkt. Trödeln sollte man aber dennoch nicht. Denn verlieren kann man schon, oder auch ein Teilziel vergeigen. Man überschätzt manche Situationen doch gerne mal und bearbeitet zwar fast schon den Endgegner, übersieht aber das die eigene Heimatbasis angegriffen und eingenommen wird. Dann muss man aber nicht immer gleich komplett von vorn anfangen, sondern kann einen der Rücksetzpunkte pro Schlacht nutzen.

Aber und das kann man schon hier erwähnen. Man macht hier nichts umsonst und kann alle Schlachten mehrmals angehen und nutzt seine entwickelten Charaktere ja auch in den anderen Modi. Denn glücklicherweise behalten die Helden alle EP und Items, auch wenn sie mal draufgehen. Wer möchte kann aber auch hier den schweren Modus nutzen, bei dem erledigte Einheiten nicht wieder genutzt werden können. Sehr positiv gegenüber einem Hyrule Warriors ist das Level Feature. Denn hier entwickeln sich zumindest die mitkämpfenden Charaktere auch mit und eben nicht nur der Hauptcharakter. Spart später schon einiges an finanziellen Mitteln. ;-) Will man dann doch die Einheiten zusätzlich verbessern, muss man dort auf verschiedene Weise wieder selber Hand anlegen. Nach einer Schlacht geht es dann auch genau in diesem Teil an das Eingemachte. Zunächst wird man Bewertet und bekommt dementsprechend Geld. Dazu gibt es die angesprochenen Materialien und erbeutete Waffen werden euch für alle möglichen der eigenen Charaktere freigeschaltet. Danach landet man auf dem Schlachten Bildschirm und könnte theoretisch die jeweils nächste angehen. Macht man aber nicht, sondern begibt sich erst einmal in das Feldlager, in dem man mit der Zeit ebenfalls viel Zeit verbringen kann. Dabei nutzt man passenderweise das Fire Emblem System was Waffen und Fähigkeiten angeht. Beides hat man separiert eingebaut und es gibt die grobe Einteilung der Waffen in E bis S. Ist euer Charakter immer noch auf einem Waffenlevel E, so könnt ihr die tollsten Waffen haben, aber nicht anlegen. Zunächst muss der Charakter die Fähigkeit bekommen Waffen mit höheren Levels nutzen zu dürfen. Dazu benötigt ihr wiederum Geld und Materialien und man schaukelt das System wie in den Fire Emblem Spielen schön hoch.

Das Thema geht dann auch hier soweit, dass Waffen Slots besitzen können, die man mit entsprechenden Fähigkeiten füllen kann. Dazu braucht man nur einen freien Slot in der Hauptwaffe und eine zweite Waffe, die man zwar nicht nutzt, aber die eben einen gefüllten Slot bietet. Man holt so diese Eigenschaft auf die eigene Waffe, während die andere komplett verschwindet. Positiv das man komplett unbenutzte auch verkaufen kann und somit eine Möglichkeit bekommt, frisches Geld zu generieren. Denn wie im wahren Leben kann man auch hier nicht genug davon haben. ;-) Dazu kommen auch die möglichen Klassenwechsel, für die man ein spezielles Meister-Siegel in den Schlachten erspielen muss. Erst dann kann man die Klasse einmalig wechseln und kann aus dem Lord Rowan auch den Erzlord Rowan machen, der in Sachen Stärke um einiges mächtiger wird. Überhaupt sind die Materialien nicht zu unterschätzen und es lohnt sich im Spiel jeden Dödel, der auch nur im Ansatz nach einem höherwertigen Burschen aussieht, auch umzulegen. Denn die geben noch am meisten Materialien frei. Diese dienen dazu, um z.B. die reine Defense zu verbessern, geben euch die Möglichkeit z.B. die Special Leisten zu erweitern, oder erlauben euch den Einsatz von mehr als einem Heilitem in einer Schlacht. Die beste Möglichkeit alle Kampffähigkeiten zu entwickeln bleibt aber dem Aufleveln vorbehalten. Alle Charaktere beginnen bei Level 1 und werden wie in jedem RPG mit jedem Level-Aufstieg stärker. Am Ende hatte Rowan bei mir Level 61, so dass bis zur aktuell möglichen 110er Grenze schon noch Luft ist. ;-) Ansonsten erlebt man die vielen bekannten Charaktere in vielen Schlachten und erlebt so eine recht große Aktionsfülle. Und wie schon erwähnt gelten die erspielten Level und Ausrüstungen für alle anderen Modi. Im möglichen Freien Modus schon sinnvoll, profitiert vor allem der Historische Modus davon.

Wobei man sagen muss, dass auch dort erspielte Waffen, EP und Materialien behalten werden. Es ist also schon ein stetiges Geben und Nehmen. Im Historischen Modus ist das Spiel nun so angelegt, dass ihr hier aus verschiedenen Fire Emblem Teilen Schlachten sozusagen nachspielt und ihr erlebt hier beispielsweise Szenarien aus Awakening oder Fates. Anders als in der Story ist hier durchaus ein großer Anteil Taktik enthalten, da man hier wesentlich häufiger auf wechselnde Sieg- und Niederlagebedingungen trifft. Man muss eroberte Festungen öfters halten und ist nicht nur ständig auf Angriff gepolt. Finde ich gut gemacht und bietet für den fleißigen Spieler auch genug Inhalt. Denn neben dem DLC an sich, der auch diese Rubrik füllt, wird auch der Spieler belohnt, der die Story auch wirklich durchspielt. Schafft ihr den großen Obermotz, gibt es reichlich Belohnungen in Form der Silberwaffen, reichlich Geld und dem Schwierigkeitsgrad EXTREM, auch neue Schlachten für den Historischen Modus. Kostet euch die Story auf Normal gut 10-15 Stunden, so könnt ihr dann gern nochmal die gleiche Zeit einplanen. Wer dann noch Geld für den DLC ausgibt, bekommt dementsprechend weitere Karten zur Verfügung. Und Level-technisch ist man nach erstmaligem Beenden der Story eh noch nicht fertig. Probiert ruhig mal den EXTREM Grad aus. Da geht noch was. ;-)

Grafik & Sound....

Grafisch gibt es wie bei der Hyrule Variante viel Gutes zu berichten. Auch wenn hier nicht alles so gelungen rüberkommen sollte. Frei von jeglicher Kritik ist die Effektpower der Metzelaction, die auch hier die Handware durchaus an die Grenzen treibt. Das war teilweise sehr beeindruckend und hebt das Spiel vor allem in Sachen Effekten aus der großen Masse. Hier erlebt man Farbpower ohne Ende und es funkelt und Blitzt nur so über den Screen. Auch ohne 3D ist das durchaus imposant. Was mir nicht ganz so gefallen hat, sind viele Umgebungsgrafiken, die durchaus blass und recht eintönig rüberkommen. Dazu sind auch viele Schlachten eher in düsteren und dunklen Umgebungen angesiedelt. Hier wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen. Da man aber meist am Kämpfen ist, fällt das weniger auf. Einzig das Lauftempo könnte aus dem Stand etwas höher sein. Erst nach einigen Metern erreicht der Charakter den "Rennmodus". Gut gefallen haben mir die Gestaltungen der vielen Charaktere, die man gut erkennen kann und vor allem mit wechselnden Rüstungen auch so umgesetzt sind. Ist also nicht nur ein Menügimmick. Technisch hatte ich dieses Mal keine Probleme, was wie schon erwähnt eher am fehlenden 3D-Modus liegt.

Der Sound ist passend und auch sehr typisch für die Fire Emblem Reihe. Eher orchestrale Klänge, gepaart mit stetig fordernden Stücken unterhalten den Spieler. Hier gibt es in meinen Augen weder einen Ausreißer nach oben oder unten. Da bot von Haus aus die Hyrule Variante mehr. Die Effekte dagegen sind fast identisch und ein Schwert klingt auch hier so wie bei Link & Co. Einzig die ganz typischen Klänge der FE Spiele, wie z.B. bei einem Levelaufstieg hat man natürlich nicht vergessen. Dafür gibt es hier eine sehr schöne Sprachausgabe, die auch von der Menge an Charakteren lebt, die sich alle immer wieder mal unterhalten.

Fazit....

Insgesamt hat mir Fire Emblem Warriors auf dem 3DS sehr viel Spaß gemacht. Liegt zum einen am Spielsystem der Warriors Reihe, dass einfach nichts von seinem Reiz verliert, wenn man dafür ein Faible hat. Dazu kommt die sehr gute Einbindung der Fire Emblem Thematik, die sich natürlich auch hervorragend anbietet. Vom Umfang und dem Anspruch nicht ganz so knackig wie Hyrule Warriors sitzt man dennoch locker 20-30 Stunden am Spiel. Neben dem sehr guten Story-Modus, ist auch der Historische Modus eine gelungene Geschichte. Speziell für Fire Emblem Cracks, die so aus verschiedenen Teilen Schlachten eben mal in 3D nachspielen können und nicht nur taktisch und rundenbasiert zur Sache gehen wollen. Genau das ist einfach mal was anderes und man erlebt die Serie aus einem anderen spielerischen Licht. Tiefgang ist vorhanden, spielerische Unterhaltung und vor allem ein erneut sehr gutes Belohnungssystem, das den Spieler immer wieder motiviert neue Dinge auszuprobieren. Die auch hier sehr gute amiibo Unterstützung rundet den sehr guten Eindruck ab.

 

+ Spielzeit Story/Hist.Modus
+ Gelungene Steuerung
+ Kämpfe/Sehr Effektreich
+ Charakteranzahl/Upgrades
+ 4 Charaktere gleichzeitig
+ Entwickelbare Charaktere
+ Passender amiibo Support
+ Sehr viele Waffen
+ Speichern jederzeit
- Story ohne Charakterwahl
- Mehrspiele wäre eine feine Sache
- Backgrounds etwas blass

GRAFIK: 81%

SOUND/EFFEKTE: 78%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 81%

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