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3DS Fire Emblem: Awakening
 
 
Fire Emblem: Awakening - 3DS
Matthias Engert (20.05.2013)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Nintendo/Intelligent
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 4-10++
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK12
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE/SPOTPASS: Ja/Ja

   
Einleitung....

Verfolgt man aktuell viele Diskussionen um das Thema Wii U, so fühlt man sich schon auch an die Anfangszeit des 3DS zurück erinnert. Auch damals wurde viel über das magere Software Angebot gesprochen, ein düsterer Ausblick gegeben und was weiß ich noch alles an negativen Dingen geschrieben. Es hat zwar schon einige Zeit gedauert, aber aktuell muss sich glaube ich kaum ein 3DS Spieler beschweren, was die verfügbaren Titel angeht. Das Angebot steigt, die Vielschichtigkeit der bedienten Genres und vor allem die Qualität. Einmal mehr geht hier Nintendo mit gutem Beispiel voran und bringt den 3DS Jüngern einen guten Titel nach dem anderen. Ein Titel unter vielen ist dabei aktuell Fire Emblem: Awakening, ein Titel von vielen dieser Serie die mittlerweile auch auf eine eigene umfangreiche Geschichte verweisen kann. Viele Ausgaben der Rollenspiel Serie, die den Fans schon Stunden ihrer Lebenszeit gekostet haben. ;-) Das sollte sich nun auch auf dem 3DS möglichst nicht ändern und man versprach einen exzellent spielbaren Titel mit reichlich Tiefgang und hohem Umfang. Wollen schauen ob das den Entwicklern gelungen ist.

Menus und die Story....

Wie immer war neben Nintendo selber, auch wieder Intelligent Systems für den Titel verantwortlich, so dass man großartige Experimente nicht unbedingt erwarten musste. Das sollte dann auch so sein, wobei es auf der anderen Seite durchaus viele und mehr oder umfangreiche Neuerungen geben sollte. Nicht umsonst hatte man den Anspruch die Kenner der Serie genauso beglücken zu können, wie Neulinge und Einsteiger. Bei den Rahmenbedingungen muss man sich einmal mehr keine Gedanken machen und der Titel deckt eigentlich bis auf das Mikro und den Gyrosensor so ziemlich alles ab, was euch der 3DS an Features bietet. Das für bis zu 2 Spieler gemachte Game kommt natürlich komplett lokalisiert daher, wobei man bei der Sprachausgabe wahlweise auf Englisch oder auch Japanisch wechseln könnte. An einen Mehrspieler hat man ebenso gedacht, wie an die Einbindung der Spot- und StreetPass Features. Abgerundet wird das Ganze durch einen sehr lohnenswerten Online Auftritt, der wahlweise Kostenlos, aber auch Kostenpflichtig Inhalte zur Verfügung stellt und so auf längere Sicht etwas bieten sollte. Dass die SD Karte dabei genutzt wird, dürfte niemanden überraschen. Ein wichtiges Thema in einem Rollenspiel der Fire Emblem Serie ist natürlich die Geschichte. Diese kann man durchaus als passend ansehen, könnte aber für meinen Geschmack etwas intensiver umgesetzt sein. Teilweise etwas zu viele textbasierte Sequenzen und zu wenige wirklich gut gemachte Szenen. Die sind dann allerdings etwas ganz Besonderes und vor allem am Ende eine echte Augenweide. Ihr als Spieler rutscht dabei eher nebenbei als Person in die Geschichte und spielt in dem Sinne auch nicht die Hauptfigur des Titels. Ort des Geschehens ist das Königreich Ylisse, das sich kurz vor einem Krieg mit dem Nachbarreich Plegia befindet.

Just zu diesem Zeitpunkt erwacht ihr als namenloser Charakter auf einer Wise inmitten des Reiches Ylisse und werdet vom Prinzen des Reiches - Chrom und dessen Schwester Lissa gefunden. Vollkommen seiner Erinnerungen beraubt, erzählt man euch um die bevorstehenden Auseinandersetzungen und ihr schließt euch der Gruppe an. Was ihr zu diesem Zeitpunkt noch nicht wisst, verrät euch aber schon die Rückseite der Spielverpackung. Denn im Laufe der Geschichte dreht es sich um die Geschehnisse rund um den Dämonendrachen Grima, was auch den Umstand der vielen Untoten in den Reichen erklären sollte. Ihr als Spieler begleitet nun die eigentlichen Hauptakteure der Geschichte auf ihrer Reise, deren Ziel es sein wird den Dämonendrachen endgültig zu besiegen. Von der Geschichte bekommt man anfangs erst mal wenig mit. Es sei denn ihr lasst den opulent in Szene gesetzten Vorspann durchlaufen. Dann seht ihr schon was euch hier erwarten könnte und schließt diesen mit einem vielsagenden Blick auf das Fire Emblem, samt den 5 Kristallen ab. Danach erwartet euch das Hauptmenu, auf dem ihr einen von 2 Spielständen nutzen könnt, den Zwischenspeicher erreicht, falls ihr später mal innerhalb einer Schlacht sichern möchtet und den weiteren Möglichkeiten. Neben dem Löschen und Kopieren des Spielstandes, findet man hier auch die Extras, die erst nach dem einmaligen Durchspielen reichhaltige Inhalte bieten. Zu Beginn könnt ihr hier SpotPass aktivieren oder auch die Sprache ändern. Alles andere findet sich erst später. Also halten wir uns hier nicht lange auf und beginnen das Abenteuer in einem weiteren Fire Emblem Spiel.

Technik und Game Play....

Sehr gelungen ist dabei der eigentliche Einstieg in das Spiel. Denn ihr steuert hier keinen vorgegebenen Helden, sondern dürft via Editor einen eigenen weiblichen oder männlichen Charakter erstellen. Neben personalisierten Daten und dem Aussehen dient der Editor auch für die Ausrichtung in Sachen Klasse des Helden, von denen es im Verlauf viele geben sollte. Also als Beispiel ob ihr es mehr mit Waffen zu tun habt, oder eher der Magie zugeneigt seid. Aber auch hier wird es später entscheidende Neuerungen geben, so dass man mit vielen Klassenwechseln richtige Allrounder bekommen kann. Aber dazu später natürlich noch ein paar tiefgehende Anmerkungen. Neu im Spiel ist vor dem eigentlichen Beginn eine Abfrage, die sich unter anderem an Neulinge der Serie wendet. Denn spielen kann man Fire Emblem: Awakening in 2 Varianten, einer klassischen Ausrichtung und dem Anfänger Gegenstück. Hintergrund ist hier der Fakt, dass in der klassischen Variante einmal gefallen Einheiten auch wirklich nicht mehr zur Verfügung stehen. Spielt man mit der Anfänger Variante, so werden gefallene Einheiten in einer Schlacht danach wiederbelebt und stehen euch erneut zur Verfügung. Klar dass man dadurch schon den Schwierigkeitsgrad definiert. Allerdings gibt es diese Wahl auch direkt und man kann zu Beginn aus 3 verschiedenen wählen, den man dann auch nicht mehr ändern kann. Und wer gleich auf Extrem spielt, erlebt reichlich Frustmomente. ;-) Nach einer einführenden Sequenz, samt kurzer eigener Betätigung, beginnt das Spiel wie schon angesprochen mit dem ersten Kontakt mit Chrom und Lissa und es schließen sich weitere Einheiten eurer Gruppe an. Von nun an zeigt sich so langsam das Spielsystem in Fire Emblem: Awakening, dass in großen Teilen bekannte Inhalte zeigt.

Über allem steht dabei das Spielsystem mit den Schlachten, die man hier in Kapitel eingeteilt hat. 26 Kapitel bietet das Spiel über den Story Hauptstrang, die ergänzt werden durch knapp 20 feste Nebenmissionen, kleinere Zufallsschlachten und den über den Online Zugang erhältlichen Karten. Ähnlich wie in anderen Rollenspielen dieser Art erreicht man die Kapitel und damit die eigentlichen Schlachten über eine große Weltenkarte, auf der alle Kapitel nacheinander gespielt werden müssen. Erst wenn man ein Kapitel und damit eine Schlacht erfolgreich abgeschlossen hat, erscheinen weitere auf der Karte. Schade dass man bereits gespielte Schlachten nicht jederzeit wiederholen kann. Um seine Helden abseits der Story Schlachten zu leveln und zu verbessern, muss man auf die alternativen Möglichkeiten zurückgreifen, die in meinen Augen ruhig etwas reichhaltiger hätten sein können. Hier kann man kurz auch die Bonus Schlachten ansprechen, die man Online bekommen kann. Spielbar sind diese leider erst ganz am Ende des Hauptspiels und werden erst erreichbar, wenn man das finale Kapitel 26 erreicht hat. Etwas unglücklich wie ich finde. Hier erscheinen einzig ab und an per Zufall gegnerische Truppen, die man herausfordern kann, oder aber man erhält Zugriff auf den Händler der jeweiligen Location. Spielerisch geht das Ganze im Spiel nun so vonstatten, dass man auf der großen Hauptkarte das aktuelle Story-Kapitel anwählt und diese Schlacht nun angeht. In jeder Schlacht könnt ihr nun eine maximal mögliche Anzahl an eigenen Einheiten in den Kampf führen. Meist sind 15-20 Einheiten möglich, muss man zu einem bestimmten Zeitpunkt auswählen, wen man mitnehmen möchte. Denn irgendwann kann man mehr davon haben, als in einer Schlacht möglich sind. Logisch dass sich nur die Einheiten auch entwickeln, die man aktiv in einer Schlacht dabei hat.

Weiterhin kann man nun vor einer Schlacht Organisatorisch tätig werden. Neben der Auswahl der Einheiten kann man deren Inventar verwalten oder die verschiedenen Fähigkeiten der Einheiten verwalten. Aber alles Dinge die erst im Verlauf wirklich wichtig werden. Zu Beginn schauen wir uns erst einmal das reine Kampfsystem auf den Schlachtfeldern an. Je nach Wichtigkeit erwarten euch wahlweise die angesprochene Textsequenzen, oder die sehr schönen Story-Sequenzen. Danach landet man in der aktuellen Schlacht und schaut in der Iso Sicht auf das Kampfareal. Das Spielfeld ist dabei in viele kleine Vierecke eingeteilt, die wenn man so will die Lauffelder definieren. Auch in Fire Emblem: Awakening spielt sich alles Rundenbasiert ab. Man markiert hier also eine eigene Einheit und bekommt danach die Möglichkeiten angezeigt. Farblich unterlegt wie weit man Laufen könnte, oder wenn man in entsprechender Nähe zu einer Einheit steht, den Angriffsbefehl. Des Weiteren kann man mit den entsprechenden Einheiten auch Heilen, Fernattacken starten, sowie Items nutzen und diese mit benachbarten Einheiten auch tauschen. Die Ziele in den Schlachten sind relativ einfach gehalten und decken fast ausschließlich das Besiegen des gegnerischen Anführers ab, oder man muss zwingend alle Einheiten auf dem Schlachtfeld besiegen. Man kann nun taktisch agieren und sich wahlweise auf das schnelle Vorrücken, oder aber auch Warten auf Gegner beschränken. Diese KI Eigenschaft bietet das Spiel, so dass euch die Gegner immer auf Gedeih und Verderb suchen und angreifen. Schafft man das geforderte Ziel in einer Schlacht, werden 2 Helden der Schlacht gekürt und man landet nach weiteren Sequenzen wieder auf der großen Hauptkarte. Dieser grobe Ablauf ist immer gleich und die Würze holt man sich natürlich über die eigentlichen Schlachten.

Denn um die Ziele zu erfüllen muss man seine Einheiten zwingend entwickeln und leveln. Hier kommt ein gewohntes Rollenspielprinzip zum Einsatz. Alle Einheiten bieten ein eigenes Charakter-Level, an dem sich verschiedene Eigenschaften des Charakters orientieren. Und da es wie schon erwähnt mehr als genug verschiedene Klassen im Spiel gibt, sind diese auch höchst unterschiedlich. Grob eingeteilt sind diese in Nahkämpfer mit entsprechenden Waffen wie Schwertern, Äxten oder Speeren, Fernwaffen Klassen, die wahlweise mit Stäben oder Bögen arbeiten und die Bestien Einheiten, die spezielle Kristalle benutzen um ihre Attacken auszulösen. Das Schöne am Spielsystem ist die Tatsache, dass man nun im Verlauf des Spiels diese Klassen mehr als man denkt vermischen kann. Einfach gesagt kann man aus einem zunächst laufenden Ritter mit Schwert im Verlauf auch einen fliegenden Dunkelmagier machen. Das geniale daran ist die Tatsache, dass einmal erlernte Fähigkeiten fast immer erhalten bleiben und man aber die Möglichkeiten jeder Einheit so stark erweitern kann. Ungewohnt ist dabei der Fakt, dass man bis auf wenige Ausnahmen jede Einheit bis zum Level 20 entwickeln kann und dann erst einmal Schluss ist. Will man weiter leveln, muss man die Klasse wechseln. Man behält dann alle Statuswerte, beginnt aber in der neuen Klasse wieder bei Level 1. Man kann aber auch tricksen. Will man eine Einheit partout nicht ändern, kann man bei erreichtem Level 20 noch einmal auf die gleiche Klasse wechseln und beginnt ebenfalls wieder bei Level 1. Einhergehend mit der Entwicklung der Einheiten geht auch deren Waffentechnische Ausrüstung. Auch hier erlebt man eher ein ungewohntes System.

Waffen die man den Einheiten zuweist, sind nur in wenigen Fällen unendlich nutzbar. Ansonsten muss man Waffen immer wieder aufs Neue beschaffen. Einfaches Beispiel ist ein Schwert, das man 30x benutzen kann, ehe es nicht mehr zur Verfügung steht. Dann muss man einfach gesagt ein neues Beschaffen. Auch hier bietet das Spiel ein gelungenes Feature. Jeder Charakter hat neben seinen Stats und Eigenschaftenanzeigen 5 frei Slots, die man nun mit allem möglichen füllen kann. Packt man hier 2 Waffen hinein, so wird automatisch zur nächsten gewechselt, sobald eine mal aufgebraucht ist. Neben Heilitems werden hier auch eroberte Items gelagert. Ist alles voll, kann man neue Items auch direkt in das unendlich große Lager packen und später über das Organisationsmenu in Ruhe zuweisen. Damit es aber nun auch nicht zu Leicht wird, hat man für die einzelnen Waffentypen ebenfalls Reglementierungen eingebaut. Diese reichen von den Stufen A bis E, was auch für alle Waffen gilt. Hat der Charakter z.B. die Waffenstufe C für Schwerter erreicht, kann er ein Schwert mit Stufe B nicht benutzen, auch wenn es für seine Klasse gemacht ist. Um hier höhere Stufen zu erreichen, muss man den jeweiligen Waffentyp einsetzen. Dann nämlich füllt sich ein kleiner Erfahrungsbalken, der euch später dann zu einem bestimmten Zeitpunkt eine neue Stufe ermöglicht. Nicht der einzige Punkt, an dem man den recht guten Tiefgang des Spiels zu sehen bekommt. Vor allem in den Kämpfen selber gibt es reichlich davon. Simpelste Variante ist auf ebenem Boden sich neben eine gegnerische Einheit zu stellen. Dann erhält man über das Menu die Möglichkeit anzugreifen und zugleich die Info, wie sich der Kampf gestalten könnte. Sprich wie oft man angreifen kann, was dem Gegner an HP abgezogen wird und wie hoch die eigenen HP Verluste sein könnten. Hat man mehrere Waffen im Rucksack kann man auch wählen welche man benutzen will und sieht ebenfalls sofort welche lohnenswerter ist.

Allerdings sind dies nur theoretische Werte. Denn die Einflüsse werden nicht weniger. ;-) So können in Awakening Einheiten Beziehungen und Bindungen zueinander aufbauen. Je tiefer diese sind und beide im Kampf nebeneinander stehen, umso höher die gegenseitige Beeinflussung. So kann eine Einheit die andere schützen, beide plötzlich angreifen, oder die eine der anderen Trefferboni oder eine erhöhte Abwehr spendieren. Eines sollte man hier also tunlichst vermeiden oder selten anwenden, nämlich eine eigene Einheit allein agieren oder stehen zu lassen. Zumindest wenn Gegner in der Nähe sind. Des Weiteren beeinflusst der Untergrund und die Beschaffenheit einen Kampfausgang. Steht man höher als der Gegner, im Wald oder einem Turm und wie gut ist die eigene Waffe für eine bestimmte Klasse geeignet. Alles Dinge die man hier mit in seine Schlachtpläne einbeziehen muss. Aufgelockert wird das Kampfgeschehen nun durch richtige Kampfsequenzen, sobald man einen Angriffsbefehl auf der taktischen Karte gibt. Dann wechselt alles in komplett gestaltete 3D Kampfsequenzen. Per A-Taste kann man diese auch beschleunigen oder über die Optionen im Pausenmenu auch deaktivieren. Sind aber etwas fürs Auge und schaut man sich gerne an. Was man nun im ersten Drittel des Spiels sehr oft erlebt, ist das Retten zunächst neutraler Charaktere auf den Schlachtfeldern. Rettet man diese, erhält man diese Einheit zu den eigenen dazu. Für mein Spiel gesehen, waren es am Ende 31 Einheiten. Ansonsten kann man über den DLC weitere Charaktere dazu bekommen. Eine Limitierung in dem Sinne habe ich da nicht erlebt. Nur eben die Anzahl der eigenen aktiven Einheiten innerhalb der Schlachten. Man lernt das Spielsystem also sehr schnell kennen und schätzen und passt logischerweise seine Spielweise auch daran an. Zudem lernt man mit der Zeit die einzelnen Einheiten kennen und was sie können.

Denn mit jedem einzelnen Schlag in den Schlachten füllt man einen EP Balken, der bei 100 jeweils ein Level Up mit sich bringt. Tötet man mit einem Angriff eine gegnerische Einheit, sind dies natürlich oft wesentlich mehr EP. Da bei einem Level Up die HP Leisten nicht automatisch aufgefrischt werden, muss man diese Leisten bei seinen Helden tunlichst im Auge behalten. Speziell wenn man in der klassischen Variante spielt, in der gefallen Einheiten wirklich auch aus dem Spiel genommen werden. Entschärfen kann man das mit einem Speichern vor jeder Schlacht. Dann kann man zumindest das Spiel komplett beenden und das Savegame erneut laden. Jeder wie er gern möchte. Der Anspruch kommt mit der Zeit natürlich auch durch die Gegner und man schaut sich viele Klassen und entwickelte Einheiten beim Gegner genauer an. Je nach eigener Auswahl kann man eine Schlacht beherrschen, oder einfach auf verlorenem Posten stehen. Macht Laune und auch das hier stark erlebbare Feeling durch die "Kraft des Stärkeren" zieht den Spieler schon in seinen Bann. Bei der taktischen Komponente, speziell was die Untergründe, Landschaften und deren Auswirkungen angeht, empfinde ich die Final Fantasy Tactics Reihe aber noch etwas tiefgehender. Ist zumindest meine persönliche Meinung. Das große Finale ist es aber Wert sich dieser Aufgabe zu stellen. Etwas anders und überraschend gemacht, macht es unter anderem auch die Bonuskarten erst möglich und schaltet einige Boni frei. Bei mir war das nach knapp 24 Stunden mit einem Ruf-Wert von 670 der Fall, so dass man von einer guten Spielzeit sprechen kann. Episch ist sie nicht und ist damit eher etwas für den RPG Spieler, der auch mal zum Ende kommen will. ;-)

Grafik & Sound....

Grafisch profitiert Fire Emblem: Awakening ungemein von der 3DS Hardware. Allein der 3D-Effekt darf hier zeigen was er kann. Das gilt für die Sequenzen, die reine Karten und Schlachtfeld Perspektive und natürlich für die toll gemachten Kampfanimationen. Diese glänzen neben dem 3D Effekt auch durch eine effektreiche Gestaltung, die das Ganze äußerst edel aussehen lässt. Aber auch die Schlachtfeld Perspektive punktet auf dem 3DS. Sehr farbenfroh gestaltet und durchaus detailliert für das was es ist, kann man hier viele lobende Worte finden. Was man hier und da vielleicht noch einen Tick besser machen könnte, sind die Gestaltungen der Waffen, die sich zwar grafisch schon voneinander abheben, aber hier so den letzten Tick Detailverliebtheit vermissen lassen. Aber nichts was dem Spiel nun negativ anrechnen kann. Auch technisch gibt es nichts zu meckern und alles was man erlebt, geht in diesem Bereich sauber über die Bühne.

Das Lob kann man auch locker auf den Soundpart übertragen. Serientypisch kommen viele Orchestralen Klänge zum Einsatz und nicht umsonst werden selbst die Violinen Künstler im Abspann namentlich aufgeführt. Passen wie immer sehr gut zum Geschehen und unterstützten das gelungene Gameplay. Auch die Effekte sind gut abgestimmt auf das Geschehen und punkten natürlich vor allem in den 3D Kampfszenen. Die Synchro ist da dann eher noch der normalste Teil und bietet eine gute englische Betonung.

Mehrspieler/Online....

Der spielerische Mehrspieler Modus in Fire Emblem: Awakening ist in der Form hier kein Killer Feature. Denn auch wenn man auf der Verpackung mit einem 2-Spieler Modus wirbt, wirklich tiefgehend ist er in meinen Augen nicht. Denn auch wenn man das sogenannte "Doppelduell" im Hauptspiel über das Pausenmenu anwählen kann, direkt im Hauptabenteuer spielt man nicht zu Zweit. Hier ist das Ganze so gestaltet, dass man einen Raum erstellt, oder einem Beitritt und 4 Einheiten aus der eigenen Mannschaft auswählt, die sich dann Rundenbasiert mit denen des menschlichen Gegners duellieren. Man kann hier zwar seinen Ruf verbessern und dadurch schon auch Belohnungen für das eigene Solo Abenteuer erhalten, ein wirkliches Must Have ist dieser Teil aber nicht. Da jeder Spieler logischerweise auch sein eigenes Spiel haben muss, muss hier schon alles zusammenpassen. Anders sieht es beim Online Content aus. Über das früh mögliche Dimensionstor auf der großen Weltkarte kann man sich Online einwählen und erhält dort Zugriff auf kostenlosen, aber auch kostenpflichtigen Content. Zum einen kann man Karten kaufen, die man sofort spielen kann, aber unheimlich schwer sein können und zum anderen auch Charaktere aus allen möglichen Fire Emblem Vorgängern. Von 1,99 Euro bis 5,49 Euro reichen im Moment die Preise für die Kartenpacks, während man für die Charaktere an sich nichts bezahlt. Auch einige Kartensets sind aktuell Kostenlos. Will man einen Helden anderer Fire Emblem Spiele nutzen, so kann man diese speziell über ein Menu auswählen und auf der eigenen Weltenkarte platzieren. Danach steht es euch frei gegen sie zu Kämpfen, um sie zu bekommen, oder diese mit Geld gleich für euer Team zu gewinnen. Das ist teuer und sie bringen dann ihre eigene Ausrüstung auch nicht mit. Da die Schlachten gegen diese Gegner aber durchaus knackig sind, ist die Geldvariante dennoch oft die bessere Variante. Einziger Nachteil dieser Einheiten ist die Tatsache, dass sie im Solo Abenteuer keine Bindungen eingehen können. Ansonsten ein sehr lohnenswerter Teil des Spiels, um alte Bekannte oder einfach nur gute Einheiten zu bekommen.

Fazit....

Alles andere als eine weitere Empfehlung für den 3DS wäre natürlich überraschend gewesen. Sprich auch hier bekommt der geneigte 3DS Gamer einen tollen Titel, der sich natürlich an die Rollenspielfans im speziellen richtet. Das bekannte Spielsystem, gepaart mit einigen sehr guten Neuerungen und Erweiterungen machen hier klar den Reiz aus. Mit gut 25 Stunden Spielzeit für einen Durchgang genau das Richtige für Spieler, die auch mal fertig werden wollen und keine Endlos Variante angehen möchten. ;-) Die Geschichte hätte man zwar etwas intensiver präsentieren können, passen tut sie aber allemal und dürfte so auch den Cracks der Serie gefallen. Richtig Klasse ist die grafische Gestaltung gerade der Kampfanimationen, die wie alles andere sehr vom 3D-Effekt und den Möglichkeiten des 3DS profitieren. So holt man die Serie doch auch grafisch aus ihrem früher immer wieder erlebbaren sterilen Korsett heraus. Spielerisch mit viel Tiefgang gesegnet, gibt es genug Möglichkeiten über die Schlachten und taktischen Einflüsse sein Team zu formen und zu entwickeln. Abgerundet durch den DLC, auch wenn er teilweise recht teuer ist, bekommt jeder Liebhaber der Serie, aber euch Neuling ein gelungenes Rollenspiel. Viel gute Konkurrenz auf dem 3DS gibt es nicht und richtet sich hier eben speziell an die Freunde des klassischen Rollenspiels, egal welchen Alters.

 

+ Hohe Spielzeit
+ Einheiten Vielfalt
+ Mögliche Klassenwechsel
+ Waffen/Ausrüstungen/Upgrades
+ Online Content/SpotPass
+ Grafik / Toller 3D-Effekt
+ Viele taktische Einflüsse
+ Speichern jederzeit
+ Komplett Deutsch
- Bietet auch Frustpotential
- Story könnte intensiver sein
- Bonuskarten erst am Ende mögl.

GRAFIK: 85%

SOUND/EFFEKTE: 84%

MULTIPLAYER/ONLINE: 80%

GESAMTWERTUNG:
85%

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