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3DS Asphalt 3D
 
 
Asphalt 3D - 3DS
Matthias Engert (08.04.2011)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Gameloft
GENRE: Rennspiel
SPIELER: 1-6 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Ja
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Nintendo Plattformen und Rennspiele. Seit jeher ein ganz spezielles Thema. Zumindest wenn man sich die TV Konsolen so anschaut. Kann man hier die wirklichen Top Racer an einer Hand abzählen, sieht das auf den Handhelden glücklicherweise ein wenig anders aus. Vor allem auf dem DS gibt es reichlich gute Racer. Allen voran die Asphalt GT Serie, die zusammen mit der DSiWare Variante reichlich Spielspaß bietet. Auch zum Start des 3DS spendiert Ubisoft einmal mehr eine Version seiner Rennspiel Serie. Dabei erleben Kenner des DS Launches seinerzeit, auch dieses Mal ein Deja Vu. Denn wie damals buhlen 2 Rennspiele um die Gunst der Käufer und man erlebt erneut das Duell Asphalt gegen Ridge Racer. Und nachdem in meinen Augen auf dem DS die Asphalt Serie klar besser abschnitt, war die Erwartungshaltung gegenüber der 3DS Version dieses Mal um einiges höher. Damals kam der Titel wie Kai aus der Kiste. Jetzt eben nicht und auch ein erster Kontakt vor dem Release ließ meine persönliche Vorfreude nicht gerade geringer werden. Was man bisher im Netz so lesen konnte, war allerdings nicht sehr berauschend. Noch ein Grund mehr beim neuen Asphalt 3D ganz genau unter die Motorhaube zu schauen.

Menus und die Story....

Auch wenn der Titel über Ubisoft hierzulande vertrieben wird, verantwortlich sind erneut die Mannen um die Firma Gameloft. Eher auf dem Handy Sektor zuhause, haben sie aber seit den eigenen Vorgängern gezeigt, dass sie es durchaus drauf haben. Von daher machen sie auch im aktuellen 3D Teil erst mal vieles richtig. Das beginnt bei einer kompletten Lokalisierung, was die Texte angeht. Sprachausgabe ist ebenfalls enthalten, allerdings textet euch die Sprecherin hier in Englisch zu. Aber nicht weiter schlimm, da sie einzig in den Menus und den Streckenvorstellungen zu Wort kommt. Gespeichert wird auch hier via Auto Save und ein Multiplayer bietet die Möglichkeit bis zu 6 Spieler miteinander zu verbinden. Schade ist der Umstand, dass kein Online Multiplayer vorhanden ist. Das kostet das Spiel gerade in diesem Bereich einige Punkte. Dafür spielt die StreetPass Funktion eine Rolle, auch wenn die Art der Belohnung teilweise etwas unglücklich umgesetzt ist. Aber dazu später mehr. Rennspiel und eine Story, das passt auch hier nicht wirklich zusammen. Hier bleibt EA's Underground und Most Wanted Serie irgendwie die einzige Serie, die dies zufriedenstellend bieten konnte. So dreht es sich auch hier wieder um die typische Rennspiel Herangehensweise. Ihr als Spieler seid der Neuling auf dem Asphalt und dürft euch an viele Meisterschaften und Events versuchen. Stetiges Hocharbeiten und Verbesserungen in Sachen Fahrzeugen und Tuning sind hier das eigentliche Spielziel.

Wie mittlerweile fast jedes 3DS Game, stimmt euch auch Asphalt 3D mit einem ebenso angelegten Vorspann ein. Kleine wilde Verfolgungsjagden zeigen euch schnell, dass hier reale Boliden eine Rolle spielen. Am Ende dieses gut gemachten Vorspanns erwartet euch das obligatorische Hauptmenu. Ihr legt hier ein Profil an und habt dort die Auswahl unter mehreren Menu Punkten. Den wichtigsten Modus findet man logischerweise ganz oben, wo man die Karriere anwählen kann. Dazu kommen nun als spielerische Varianten das Freie Rennen und der Multiplayer. Das Freie Rennen baut dabei auf euren Karriere Erfolgen auf, sprich dort eingefahrene Erfolge wie Strecken und Fahrzeuge, stehen euch auch erst dann zur Verfügung, wenn man sie im Karriere Modus erspielt hat. Weitere Punkte sind die StreetPass Rubrik und die Optionen. Unter der StreetPass Rubrik dürft ihr die dazugehörige Statistik Abteilung unter die Lupe nehmen. Wen und wie viele Spieler man getroffen hat, deren Bestzeiten und globalen Ranglistenpunkte einsehen, sowie natürlich auch die Belohnungen begutachten. Die Optionen wiederum bieten euch neben dem Profil Reset, Einstellungen zum Thema Sound, der Kamera Position und ob die Geschwindigkeit in Meilen oder Km/h angezeigt werden sollen. Dazu kann man hier die Anzeige der Karte im Spiel einstellen, ob diese fest oder dynamisch angezeigt werden soll. All dies wird über den Touch Screen geregelt. Der Top Screen zeigt euch den gerade aktuell gewählten fahrbaren Untersatz an, sowie als frei schwebende Anzeigetafel die aktuelle Spielstatistik, samt Fortschritt und erspielten Secrets. Übrigens einer der vielen gelungenen 3D Effekte im Spiel. Um aber nun seine Erfolge einzufahren, gilt es sich der Karriere zu widmen. Also nicht lange herum gefaselt und rauf auf die Pisten dieser Welt.

Technik und Game Play....

Der Kern Modus des Spiels ist natürlich die Karriere, in der ihr einiges an Events und Fahraction erleben werdet. Wählt ihr diesen Punkt an, gelangt man zum Hauptmenu des Karriere Modus. Von hier aus habt ihr die Gelegenheit, direkt zu den Wettbewerben zu wechseln, in der Garage nach dem Rechten zu sehen und die Trophäen und Sponsoren zu begutachten, die ihr im Spielverlauf erfahren habt. Zu Beginn des Spiels ist natürlich alles noch sehr überschaubar und weder bei den Wettbewerben, noch den Fahrzeugen, steht euch eine große Auswahl zur Verfügung. Ihr habt zunächst nur einen geringen Geldbetrag zur Verfügung, mit dem ihr euren ersten Boliden kaufen dürft. 3 Fahrzeuge stehen euch anfangs zur Verfügung, wobei im Spiel selber 42 fahrbare Untersätze auf euch warten. Hier muss man den Entwicklern ein großes Lob aussprechen. Zum ersten dafür, dass ihr neben Autos hier auch Motorräder nutzen könnt, was später ein interessantes und durchaus ungewohntes Fahrfeeling erzeugt. Weiterhin sind alle Fahrzeuge lizenziert, sprich es gibt sie im realen Verkehr oder auf Rennstrecken. Selbst ein paar Concept Cars und ganz edle Kisten wie der Bugatti Veyron sind enthalten. Dabei können alle Fahrzeuge mit einer hohen Detailfülle und sehr exakten Abmessungen glänzen. Schon hier zeigt das Spiel einen sehr schönen 3D Effekt, wenn man sich die Fahrzeuge genauer zu Gemüte führen. Nervig dagegen sind die Umschaltzeiten, wenn man in der Händler Garage von einem Wagen zum nächsten schauen will. Immer wartet man ein paar Sekunden, egal in welche Richtung man scrollen will. Denn neugierig wird man schon schnell, um sich die Kisten mal ein wenig anzuschauen. Auch weil alle Fahrzeuge Stück für Stück bessere Werte in den verschiedenen Fahrzeugeigenschaften bieten.

Aber allein schon, welche Kisten hier auf einen warten. Angefangen bei einem 500er Fiat, über diverse Sportflitzer deutscher Hersteller, bis hin zu Fahrzeugen der Marken Ferrari oder Lamborghini. Krönender Abschluss ist aber nicht ein McLaren oder ein Zonda Geschoss, sondern einer der Klasse 1 LMP Le Mans Wagen aus dem Hause Bentley. Aber bis ihr den freigeschaltet, vergeht schon einiges an Zeit. Denn das bietet Asphalt schon in recht großem Umfang, nämlich Spielzeit die man damit verbringen kann. Dazu kommen bei den Motorrädern Modelle der Firma Ducati und KTM zum Einsatz. Bei der italienischen Marke dürft euch hier also auch mal als kleiner Valentino Rossi fühlen. ;-) Alle Fahrzeuge besitzen verschiedene Eigenschaften und technische Werte. Auch wenn Einteilungen wie Beschleunigung, Handling, Höchstgeschwindigkeit oder Bremsen, sehr große Unterschiede im Fahrverhalten suggerieren, ganz so extrem ist es gar nicht. Vor allem beim Speed sind Unterschiede noch am ehesten spürbar, die Motorräder mal ausgenommen. Hier merkt man im Spielverlauf schon, dass sich die Entwickler eher für einen Arcade Racer entschieden haben, statt euch simlastige Inhalte zu präsentieren. Aber dazu später mehr. So nimmt man dem Tuning auch ein wenig die Wirkung. Macht sich aber dennoch bemerkbar, aber eben nicht so, wie man das Denken könnte. Vom Umfang her hat man aber auch in diesem Bereich einiges eingebaut. Um die Fahrzeuge, Upgrades und optischen Verbesserungen nun freizuschalten, bedient sich Asphalt auf dem 3DS eines eher ungewöhnlichen Spielsystems. Erfolge führen hier nicht zwangsläufig sofort zu den freischaltbaren Inhalten. Vielmehr greift hier ein Erfahrungspunkte System in den einzelnen Events. Je besser und mehr Erfolge und Ziele ihr schafft, umso mehr Erfahrungspunkte gibt es. Bestes Beispiel ist der Le Mans Flitzer, für den man im Spiel Level 60! erreichen muss. Und bis dahin vergehen locker 12-14 Stunden. Für einen Arcade Racer dieser Art durchaus ein gelungener Wert. Zu Beginn interessiert das erst mal nicht und man hat eh kaum die Möglichkeiten viel auszuprobieren. Schauen wir uns daher die Wettbewerbe mal etwas genauer an und wie das System in Asphalt 3D umgesetzt ist.

Dazu wählt man die Wettbewerbe direkt an und landet danach auf einem Liga Auswahlbildschirm. Denn so werden die Inhalte übergeordnet genannt. Seitlich scrollend finden sich im Spiel 14 dieser Ligen. Alle Ligen bieten in sich 5 verschiedene Events, die ähnlich wie in vielen Need for Speed Spielen, in verschiedene Varianten eingeteilt sind. Es gibt also nicht nur reine Rundenrennen. Auf der anderen Seite auch ein wenig schade, da es so keine richtige Meisterschaft in dem Sinne gibt, wie man es z.B. in einem Formel Racer vorfindet. Pro Liga gilt es nun zunächst die 4 Hauptevents zu schaffen, unter denen man auch frei wählen kann, welchen davon man angehen möchte. Sind diese 4 geschafft, schaltet man das sogenannte Duell in jeder Liga frei und fährt hier ein 2 Runden Rennen, gegen einen Gebiets Boss auf dieser Strecke. Schlägt man ihn, gehört euch zum einen dessen Wagen und zum anderen schaltet man die nächste Liga frei. Motivationstechnisch gut gemacht, bringt das System neben vielen Stärken, aber auch ein paar Schwächen mit. Die 4 Hauptevents wiederum, bieten aber auch mehr als nur ein paar simple Spielminuten. Auch hier gibt es mehrere Ziele. Grob gesagt gibt es bei jedem Event ein Hauptziel, z.B. in den Rundenrennen einen der 3 Podest Plätze zu erfahren. Dafür gibt es dann z.B. 1500 Erfahrungspunkte bei einem Sieg. Dazu kommen immer 2 Nebenziele. In den Rennen meist das Vermeiden eines Unfalls und das Ziel 5x sehr knapp an normalen Straßenverkehrsteilnehmern vorbei zu schrammen. Diese ergeben dann zusammen ca. 2000 Erfahrungspunkte, die ungefähr ein Level Up bedeuten. Variiert allerdings mehrmals im Spiel. Das bedeutet natürlich auch, dass Asphalt 3D einen recht hohen Wiederspielwert besitzt, wenn man sich um alle Ziele kümmern will.

Auch nicht weiter überraschend dürfte sein, dass zu Beginn nur die erste Liga anwählbar ist. Anhand eines reinen Rundenrennens, will ich euch mal das Game Play und die Steuerung näher bringen. Ist ja nicht ganz unwichtig in einem Rennspiel. ;-) Dazu natürlich was im Verlauf noch so auf euch wartet. Wählt man einen Event an, schaltet sich auch die Sprecherin mit ein, die euch die Strecke vorstellt und deren Ziele. Allerdings bekommt ihr dies auch textlich noch einmal näher gebracht. Danach wartet ein weiterer Kritikpunkt, der sich leider durch das gesamte Spiel zieht. Relativ lange Ladezeiten, an die wir uns auf dem 3DS hoffentlich nicht gewöhnen müssen. Geht es endlich los, wird euch die Strecke sprachlich und anhand eines Kamera Rundflugs vorgestellt an dessen Ende ihr am Ende der Startaufstellung landet. Hier bekommt man ganz schnell einen Plus- und einen Minuspunkt zu sehen. Zum einen ist in meinen Augen der 3D Effekt wirklich geil gemacht und alles wirkt derart plastisch, wenn man die anderen Gegner vor sich sieht. Auf der anderen Seite sieht man aber nur derer 5 CPU Gegner. Mehr gibt es leider nicht. Ist zwar in Ordnung, aber man wünscht sich doch irgendwie mindestens derer 7. Eben weil viele andere DS Racer dies schon boten. Danach zählt der Countdown herunter und los geht die Jagd nach dem Sieg. Gefahren werden Rundenrennen mit 3-5 Runden, je nach Spielfortschritt, was bedingt durch teils lange Strecken auch dementsprechende Rennzeiten mitbringt. 3 Kamera Perspektiven stehen euch zur Verfügung. 2 Hinter dem Fahrzeug und die Motorhaube, die allesamt sehr gut getroffen sind. Selten das diese in einem Racer so stimmig umgesetzt sind. Der Touch Screen übernimmt in den Rennen die Kartenfunktion und zeigt euch alle Fahrzeuge an. Die Action selber spielt sich natürlich auf dem 3D Screen ab. Und die hat es durchaus in sich.

Gefahren wird im Spiel auf 17 verschiedenen Strecken, die sich natürlich bei 60 Events immer mal wiederholen. Was hier sehr gut gefällt, ist zum einen der Location Hintergrund. Denn immer geht es an einem bekannten Platz unseres Planeten zur Sache. Von Hawaii, über US Städte, bis hin zu diversen südamerikanischen und europäischen Metropolen wie Paris, Rom oder Pisa. Überall mit den entsprechenden Wahrzeichen, was atmosphärisch einiges bringt und schon in den eigenen Vorgängern zu gefallen wusste. So führt euch der Weg unter anderem auch nach Berlin, wo ihr durch das Brandenburger Tor und vorbei an der Siegessäule fahren müsst. Auffällig weich und langgezogen sind viele Streckenführungen. Eckige und verschachtelte Streckenabschnitte sind eher die Seltenheit. Dazu gespickt mit sehr vielen Höhenunterschieden. Auch hier merkt man schon, dass dies auch auf den Arcade Style des Spiels zugeschnitten ist. Gelungen sind eigentlich alle Strecken, die meist auch angenehm breit sind und immer wieder auch Abkürzungen bieten. Unterstützt werdet ihr beim Fahren von diversen Screen Einblendungen, wie Zeit, Runde oder Position. Was gänzlich fehlt ist ein Schadensmodell. Zumindest ein richtiges. Zwar findet man auf den Strecken Reparatur Symbole, die aber eher Kosmetik darstellen. Zwar verändert sich das Aussehen des Wagens bei Remplern und ähnlichem, spürbar auswirken tut sich dies aber dann nicht. Gefahren wird nun mit einer ganz gewöhnlichen Handheld Steuerung. A und B dienen für Gas und Bremse, während man mit der L-Taste die Kamera umschaltet. Fehlen tut hier übrigens eine Rückspiegelfunktion. Alle weiteren Tasten decken den Nitro ab, den Asphalt erneut wieder mitbringt und ebenfalls den Arcade Gedanken unterstützt. Gelenkt werden kann im Spiel mit dem Schiebepad, aber auch mit dem Steuerkreuz. Bedingt durch viele langgezogene Highspeed Kurven, macht sich aber das Schiebepad am besten.

Was die reine Steuerung angeht, kommt diese leicht verzögert, aber angenehm weich daher. Aufgrund des sehr hohen Game Speeds, macht das auch Sinn und gefällt. Die B-Taste für die Bremse erfüllt bei längerem Drücken auch diese Funktion. Allerdings deckt sie noch ein ganz wichtiges Steuerungsteil ab, den Drift. Nicht nur weil es im Verlauf auch reine Drift Events gibt, sondern weil man vor allem damit die Nitro Leiste auffüllt. Diesen gibt es übrigens in 3 Stufen, wobei man auf der Hyper Speed Stufe auch Gegner rammen und kicken kann. Bringt Geld, Punkte und manchmal Luft zum Atmen. ;-) Zweischneidig ist das Driften. Hier werden sich die Geister scheiden. Ich persönlich stehe z.B. eher auf die Driftvariante, die man durch Übersteuern erreicht. In Asphalt 3D reicht hier ein kurzer Druck auf die B-Taste und der Wagen bricht hinten aus. Das ist dann wieder sehr berechenbar, macht aber auch Spaß, da man danach durch Hin und Her Lenken den Drift halten und dessen Winkel bestimmen kann. So kann man durch weite Kurven driften, aber auch sehr enge Varianten richtig gut nehmen. Spaß macht es allemal und man hat dabei eigentlich immer eine sehr gute Kontrolle über das Fahrzeug. Was in den Rennen weniger gefällt ist die KI der Gegner. Diese ist mir etwas zu unausgewogen und schwankt auch sehr oft. Kleben einige Gegner immer penetrant an eurem Heck, egal wie göttlich man vielleicht fährt, so erlebt ihr manchmal auch Überrundungen des Letztplatzierten. Auch wenn man lange hinter einem Gegner herfährt, entwickeln sich selten wirklich beinharte Duell. Irgendwann wird er doch mal spürbar langsamer und man huscht per Nitro vorbei, um dann aber kurze Zeit später mit ansehen zu müssen, wie er wieder hinter euch klebt. Man erlebt hier die Extreme sehr oft und hat so selten Probleme den ersten Platz einzufahren.

Unglücklich empfinde ich im Spiel den Einstiegsspeed der ersten Fahrzeuge. Selbst die ersten Fahrzeuge, wie z.B. der 500er Fiat sind schon sehr schnell, was sich auch im Spiel wiederspiegelt. Die Sprünge zwischen den Fahrzeugen, die man nach und nach freischaltet sind nicht sehr hoch, sprich das Spiel ist schon gleich zu Beginn auf sehr schnellem Niveau. Hier hätte ich mir mehr Abstufungen gewünscht. Für Geschwindigkeitsfanatiker unter euch aber dennoch genau das Richtige, da eben die Strecken diesem Speed entgegenkommen und man eben nicht ständig unkontrolliert links und rechts in die Bande knallt. Aber es gibt ja noch weitere Eventvarianten im Spiel. Neben dem angesprochenen Drift Modus, warten hier auch die schon bekannten Eliminator Rennen, bei denen pro Runde immer einer rausfliegt. Es gibt Zeitrennen und Geld Herausforderungen. Hier geht es dann mal gar nicht um Platzierungen, sondern darum innerhalb der vorgegeben Runden einen bestimmten Geldbetrag zu erspielen. Alles was möglich ist muss man hier anwenden, um an Geld zu kommen. Ganz simpel Gelditems aufsammeln, Driften ohne Ende, an anderen Fahrzeugen knapp vorbeischrammen, bis hin zum Zerstören von Umgebungsobjekten und dem Kicken von anderen Fahrzeugen. Hier kommt dann auch die Polizei ins Spiel. Ähnlich wie ein einem Most Wanted versuchen sie euch an die Seite zu drängen und festzunehmen. Es gibt Straßensperren und meist werdet ihr gleich von mehreren beharkt. Allerdings sind diese fast nur auf Krawall aus, sprich kontrolliertes Abdrängen ist kaum vorhanden. Man versucht mit der Zeit einfach diese aus dem Rennen zu kicken, oder möglichst per Abkürzung oder Nitro zu entkommen. Hat nicht so den Eindruck hinterlassen, wie ich finde.

Je nach Level Aufstieg bekommt man nun Zugriff auf weitere Inhalte und einige Secrets. Neue Wagen wollen ausprobiert, neue Tuningteile verbaut und neue Sponsoren genutzt werden. Diese bringen euch z.B. oftmals Boni wie 10% mehr Speed, mehr Geld pro Event oder auch mal ein besseres Handling. Im Falle des Geldes allerdings relativ unnütz. Was übrigens auch für eine der StreetPass Belohnungen gilt, bei denen man ebenfalls Geld erspielen kann. Das hat man im normalen Verlauf mehr als genug. Selbst wenn man mehrere Fahrzeuge kaufen will, bei einigermaßen erfolgreichem Spielen, verdient man genug. So kauft man sich dann auch mal ein Motorrad, die eine Stärke darstellen. Auch weil die Rennen kurioserweise spannender sind, wenn anderen Motorräder als Gegner enthalten sind. Hier spielt das Schiebepad ebenfalls seine Stärke aus, das man die Bikes in die Kurven legen und halten kann. Auch hier punktet die Arcade Steuerung. Um sich selber immer wieder aufs Neue zu beweisen, kann man nun alle Rennvarianten auch im Freien Rennen über das Hauptmenu anwählen. Hier kann man dann auch den Ghost Modus nutzen, bei dem die eigene Bestzeit als Ghost immer mitfährt. Ist dann auch der lohnenswertere StreetPass Inhalt, da man fremde Zeiten einbinden kann. Schade eben dass der Online Modus fehlt, der auch im normalen Mehrspieler dem Spiel mehr als gut getan hätte. So bleibt ein gut fahrbarer Arcade Racer, an dem man eine Weile sitzt und fahrerisch eine Menge Spaß haben kann. Dass er nicht der Übertitel geworden ist, den man sich vielleicht gewünscht oder erwartet hat, liegt an den angesprochenen Kleinigkeiten, die sich in der Masse dann auswirken. Eines kann man aber festhalten, und da spreche ich klar aus eigener Erfahrung. Wem die Vorgänger gefallen haben, dem wird auch dieser Asphalt Vertreter trotz seiner Schwächen gefallen.

Grafik & Sound....

Grafisch ist Asphalt 3D ein Spiel, das durchaus Licht und Schatten mitbringt. Allerdings überwiegen die positiven Dinge in meinen Augen. 2 Dinge fallen mir sofort in diesem Zusammenhang ein. Der 3D Effekt, was die reine Fahraction angeht, ist sehr gut gelungen. Allein in den Menus oder der Fahrzeugauswahl wirkt dieser Effekt schon sehr gut. Das geht weiter über den Ersteindruck an der Startaufstellung, was unglaublich plastisch auf den Betrachter wirkt. Auch in den Rennen, gerade in Naturumgebungen spielt der 3D Effekt seine Wirkung sehr gut aus. Etwas abfallen tun da zwar die Backgrounds, was aber aufgrund des hohen Gamespeeds und dem Fokus auf der Fahraction nicht so ins Gewicht fällt. Absolutes Highlight für mich sind auf vielen Strecken die Bodentexturen, die selbst bei schnellem Tempo sehr scharf und detailliert gestaltet sind. Das macht einfach Spaß selbst dort immer wieder hinzuschauen. Auch hier betrifft dies vor allem Untergründe abseits des reinen Straßenasphalts. Dabei ist die gesamte Fahrgrafik auch in 2D wunderbar anzuschauen und gehört zum Besten, was man auf einem Handhelden spielen konnte. Ebenfalls ein Lob gibt es für die Fahrzeugdesigns, die allesamt sehr gut getroffen sind und vom einfachen Fiat bis zum Le Mans Flitzer sehr authentisch wirken. Auch die Motorräder fügen sich hier sehr harmonisch in das Geschehen ein. Was weniger gefällt, sind immer wieder ein sichtbarer Grafikaufbau bei weit entfernten Bauten und vor allem auf manchen Strecken spürbare Ruckler. Zwar gottseidank selten und auf 2-3 Strecken begrenzt, dennoch aber sichtbar. Technisch ansonsten schon in Ordnung, auch wenn wie im Game Play Teil schon angesprochen der Game Speed gerade zu Beginn zu hoch angesetzt ist. Später mit Fahrzeugen wie dem McLaren oder den Ferraris ist das in Ordnung, da erwartet man das ja auch. Aber zu Beginn mit den ersten Fahrzeugen, steigt man in meinen Augen mit einem zu hohen Fahrzeugtempo ein. Da fehlt ein wenig die Abstufung.

Beim Sound tut sich das Spiel ebenfalls positiv hervor. Die trashige und oft sehr schnelle rhythmische Musik, passt sehr gut zum Spielgeschehen und unterhält den Spieler. Die Motorenklänge sind allesamt in Ordnung, könnten aber hier und da ein bisschen satter klingen. Zwar hört man den Boliden schon an, dass sie mehr oder eben weniger PS unter der Haube haben. Dennoch könnten sie etwas mehr Bums vertragen. Die Sprecherin selber ist nichts Besonderes im Spiel. Bei den Effekten hätte ich mir hier und da mehr Unterschiede gewünscht. Oft sind hörbare Unterschiede auf den verschiedenen Untergründen nicht hörbar und Schotter klingt fast genauso wie Sand oder Asphalt.

Multiplayer....

Der Multiplayer stellt in meinen Augen den großen Schwachpunkt im Spiel dar. Zum einen, weil natürlich auch hier nur 5 Gegner eingebunden werden können, was aber schwerer wiegt, dass eben jeder Mitspieler ein Spiel benötigt. Als Single Card Multiplayer hätte man dem ganzen schon einiges abgewinnen können. Nur mit der teuren Variante ist der Must Have Effekt nicht gegeben. Das zudem ein Online Modus gänzlich fehlt, passt hier zum eher mäßigen Mehrspieler Modus. Wer mehrere Spiele hat, kann man zwar auf alle Inhalte in Sachen Fahrzeuge oder Strecken zurückgreifen, ohne Online und Single Card Modus steht man auf dem 3DS auf relativ verlorenem Posten. Da haben schon viele DS Titel gezeigt, wie man es besser macht.

Fazit....

Auch wenn ich, "mal wieder", gegen den Strom schwimme. Viele eher schlechte Wertungen zu Asphalt 3D kann ich nicht nachvollziehen. Auch wenn er nicht der Übertitel ist, den man sich vielleicht gewünscht hat, weiß der hier gebotene Inhalt dennoch zu gefallen. Reichlich Inhalte und eine damit gelungene Spielzeit in den 14 Ligen und 60 Events sorgen für Kurzweil auf eurem 3DS. Gelungene Strecken und sehr gut designte Fahrzeuge erhöhen den Fahrspaß. Zwar ist die Steuerung mehr auf Arcade ausgelegt, als bei den eigenen Vorgängern, beherrschbar und passend gemacht ist sie aber allemal. Dem kommen aber die Strecken schon entgegen, so dass auch der hohe Game Speed weit weniger Probleme bereitet, als man das denkt. Was weniger gefällt ist die KI der Gegner, die viele Events bei guter Fahrzeug Beherrschung einen Tick zu einfach macht. Glücklicherweise gibt es nicht nur Rundenrennen, sondern auch alternative Modi. Kleine technische Macken trüben das Bild ein wenig und der Multiplayer ist auch nicht das, was man auf dem 3DS erwartet. Grafisch dagegen ein sehr gelungener Titel. Gespickt mit einigen echten Highlights bei der Umgebung und vor allen vielen Bodentexturen, ist dieser Bereich dann auch klar was für das Auge. Egal ob in 3D, oder herunter gedrehtem Effekt. So überwiegen in meinen Augen die Pluspunkte im Spiel. Es macht Spaß zu spielen, man sitzt eine Weile dran und das Spiel zeigt oft, was der 3DS so drauf hat. Nun muss Ridge Racer 3D zeigen, was er Asphalt 3D entgegenzusetzen hat.

 

+ 17 gute Strecken inkl. Berlin
+ 42 lizenzierte Fahrzeuge
+ Klasse Kamera Perspektiven
+ Spielzeit/Karriere Modus
+ Upgrades / Motorräder
+ Teils genialer 3D Effekt
+ Bodentexturen sehr gelungen
+ 14 Ligen / 60 Events
+ Komplett Deutsch
- KI der CPU Gegner
- Cops nur Krawall Beiwerk
- Hier und da kleine Ruckler
- Nur 5 CPU Gegner
- Ladezeiten
- Kein Online Modus

GRAFIK: 84%

SOUND/EFFEKTE: 80%

MULTIPLAYER: 68%

GESAMTWERTUNG: 73%

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