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3DS Asterix: Die Trabantenstadt
 
 
Asterix: Die Trabantenstadt - 3DS
Matthias Engert (11.01.2015)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Neopica
GENRE: Minispiele
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
SD-Card NUTZUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Nein/Nein

   
Einleitung....

Wer kennt es nicht, das kleine gallische Darf, dass sich nun schon seit einer gefühlten Ewigkeit gegen Angriffe der Römer erwehrt. Die Rede ist natürlich von Asterix & Co, die wohl jeden von uns seit frühester Jugend begleiten. Kein Wunder das die sympathischen Helden auch in der Welt der Videospiele zuhause sind. Auch wenn es doch schon eine ganze Weile her ist, dass man mit den Galliern die Bildschirme dieser Welt unsicher gemacht hat. Zumindest auf dem 3DS darf man diesen ewigen Kampf mal wieder erleben und das Gute zum Sieg führen. Klar dass die immer wieder "blöden" Römer das Opfer sind und auch hier einmal mehr vermöbelt werden. Um dieses Ausgang vorherzusagen, muss man also kein Prophet sein. ;-) Wie immer interessiert die Art und Weise, wie man das Thema spielerisch umgesetzt hat. Wie sich Asterix & Co auf dem 3DS so machen, erfahrt ihr im folgenden Test.

Menus und die Story....

Relativ passend kümmert sich Publisher Bigben um das Thema und man betraute die Entwicklerschmiede Neopica mit der Entwicklung des Titels. Wie sich zeigen sollte hatte man mit dem Titel eine sehr spezielle Zielgruppe im Auge. Kein Wunder das man hier natürlich komplett deutsche Texte vorfindet, so dass eben vor allem die sehr junge Klientel mit dem Titel etwas anfangen kann. Denn nur um diese Zielgruppe geht es im Spiel. Positiv dass man euch 3 Spielstände anbietet, so dass auch mehrere Sprösslinge in der eigenen Familie mit einem eigenen Spielstand agieren können. Äußerst schade dagegen dass man dem Titel keinerlei Mehrspieler Aktivitäten verpasst hat. Hätte fast schon sein müssen, damit man vor allem auf längere Sicht auch etwas vom Spiel hat. Denn speziell das Spielprinzip hätte man damit sehr passend unterstützen können. So bleibt ein Einzelspieler Titel, der mit seinem Minispiel Gedanken erst zeigen muss, dass man damit auch auf längere Sicht Spaß haben kann. Auch eine kleine Geschichte kommt hier zum Einsatz. Ihr als Spieler müsst euch natürlich einmal mehr den bösen Plänen der Römer entgegenstellen. Hier dreht sich alles um die Errichtung einer Stadt durch die Römer, die dem Titel auch den Namen gibt. Um dieses Vorhaben zu realisieren, wollen die Römer die Wälder um das Dorf platt machen, um das Holz verwenden zu können. Ihr als Spieler schlüpft nun in verschiedene Rollen, um dem Treiben ein Ende zu setzen.

Schade das mittlerweile immer weniger Firmen auch einen Vorspann in irgendeiner Form einbauen. Man wird auch hier relativ schnell in das eigentliche Spiel entlassen. Wählt man hier einen der 3 Speicherplätze, so landet man danach sofort auf dem Hauptmenu. Hier hat man die Auswahl zwischen der Geschichte, dem Arcade Modus und den Erfolgen was den spielerischen Teil angeht. Dazu kommen die Credits und die Optionen, die sich aber nur auf die Soundeinstellungen beschränken. Spielerische Einstellmöglichkeiten gibt es hier keine. Der Arcade Modus wird erst später interessant und erlaubt euch die Inhalte aus der Geschichte später nach Scores jederzeit angehen zu können. Also müssen wir in der Geschichte erst einmal ein paar Erfolge erspielen und schwingen uns in ein weiteres Abenteuer rund um den ewigen Kampf der Gallier gegen die Römer.

Technik und Game Play....

Auffällig ist die konsequente Umsetzung der Steuerung über den Touchscreen, so dass hier Tastenaction weniger zum Einsatz kommt. Spielerisch ist das Thema so umgesetzt, dass ihr als Spieler immer im Dorf der Gallier startet. Hier schaut ihr in einer Iso Sicht von schräg oben auf Asterix, den ihr wie alle anderen per Schiebepad bewegen könnt. Dabei könnt ihr nun im Dorf das Spiel jederzeit Speichern, oder eben das Oberhaupt Majestix suchen, um von ihm neue Aufträge zu bekommen. Allerdings beschränkt man sich auch auf diese Möglichkeiten im Dorf, so dass die anfangs gelungene Atmosphäre und Grafik schnell ihren Reiz verliert. Man hofft es gäbe viel mehr hier zu tun, stellt aber schnell fest, dass man im Dorf nicht viel machen kann. Also geht man zum Chef und bekommt ein kurzes Update was die Römer gerade vorhaben. Erst wenn man einige Aufträge erledigt hat, darf man im Dorf Charaktere wie Obelix suchen und ansprechen, um ein Minispiel noch einmal spielen zu dürfen. Aber dafür bietet sich im späteren Verlauf der Arcade Modus viel mehr an. So ist das Spiel eigentlich nur in diese beiden Bereiche eingeteilt. Man läuft im Dorf zu Majestix und startet danach eines der Minispiele, um die Römer zu besiegen. Nach relativ langen Wartezeiten landet man in den umliegenden Wäldern und wird vom Spiel instruiert, was nun genau zu tun ist. In kleinen gut gemachten Sequenzen wird man darauf eingestimmt, auch wenn Sprachausgabe hier leider ein Fremdwort ist.

Danach geht es ohne Zeitdruck zur Sache. Im Spiel warten insgesamt 20 verschiedene Minispiele darauf gelöst zu werden. Hat man sie innerhalb der Geschichte einmal gelöst, stehen sie im Arcade Modus auch für eine Jagd nach Highscores bereit. Innerhalb der Geschichte zieht man die Spielzeit dadurch etwas in die Länge, dass man viele Minispiele mehrmals angehen muss. Auch hier wird schnell klar, welche Zielgruppe gefordert ist. Denn die Minispiele sind auf extrem leichtem Niveau und nur für die jüngsten wirklich auch geeignet. Dabei teilen sich diese Minispiele in Geschicklichkeit, Reaktion und dem Thema Sammeln ein. Je nach Minispiel wechselt dabei die Sichtweise von der Iso Sicht von Oben auch mal in die 2D-Variante, wo man die Charaktere auch mal von links nach rechts bewegt, oder in kleinen Rhythmusspielchen erfolgreich sein muss. Ein paar Beispiele sollen euch den Anspruch mal etwas verdeutlichen. Oft genutzt sind die Spiele in denen man die Römer einfach nur aus dem Bildschirm befördert. Wahlweise in 2D oder einem 3D Areal, wo man von oben auf den Charaktere schaut. Hier erscheint ein Zähler im Bildschirm, der euch anzeigt, wie viele nötig sind um das Spiel als gelöst zu bekommen. Hier kommen dann auch mal die Tasten mit zum Einsatz. Aufgabe ist es ohne Zeitdruck in einem kleinen Areal umherzulaufen und die ebenfalls herumlaufenden Römer per A-Taste aus dem Bildschirm zu kicken. Klingt für jeden älteren Spieler langweilig und ist es auch. Hindernisse oder Schwierigkeiten gibt es hier nicht. Ein anderes Spiel erfordert von euch das Pflanzen von Bäumen. Auch bei diesem Spiel läuft man in dem gleichen Areal umher und hat über den Touchscreen eine Karte, auf der die Orte dafür eingezeichnet sind.

Man läuft hier einfach diese Punkte an und muss eine vorgegebene Zeichnung auf dem Touchscreen nachzeichnen. Das war es dann auch schon und das Spiel gilt als gelöst. Ein ähnliches Prozedere gibt es bei der Wildschweinjagd, wo ebenfalls nur herumgelaufen werden muss, um ein Wildschwein nach dem anderen per A-Taste zu fangen. Der Anspruch ist daher wirklich sehr dünn. Das ändert sich auch in den Rhythmusspielen nicht unbedingt. Hier muss man unter anderem mal den Zaubertrank herstellen und bekommt immer eine Reihenfolge an Zutaten vorgegeben, die man möglichst genau nachmachen muss. Die richtige Zutat muss in der richtigen Reihenfolge in den Kessel und per Touch Screen wird das Ganze dann verrührt. Mehr ist es auch nicht und dieser Anspruch zieht sich leider durch das gesamte Spiel. Das ist zwar alles sehr knuffig gemacht, fordert aber wirklich nur die jüngsten Spieler. Und selbst die haben ja bekanntlich den Dreh schnell raus. Die können dann im Arcade Modus zumindest unter etwas erschwerten Bedingungen spielen. Denn dort geht es wie schon erwähnt um Punkte und es gibt auch Zeitdruck in Form einer Sanduhr. Solange die läuft kann man sich bewähren. Schade dass hier nur der Bestwert gespeichert wird. Von daher ist das Spiel für jeden ab 6 Jahren viel zu leicht und man muss schon einen großen Hang zum Asterix Thema haben. Eigentlich schade, da man technisch keine Fehler macht, nur eben den Schwierigkeitsgrad eigentlich komplett vergessen hat.

Grafik & Sound....

Grafisch ist das Spiel ansprechend gemacht und bietet ordentliche 3DS Kost. Klar hat man sich hier auf wenige Bildschirme und Umgebungen beschränkt, bekommt dort aber passende und farbenfrohe Optik geboten. Man fragt sich daher schon, warum man daraus nicht mehr gemacht hat. Auch die Charaktere bieten einen sehr guten Wiedererkennungseffekt, was für Fans ein wichtiges Kriterium darstellt. Dennoch leidet auch dieser Teil klar unter dem gebotenen Schwierigkeitsgrad, der hier alles nach unten zieht. Da hilft auch die Technik nicht, wobei hier alles andere als eine saubere Engine auch verwundert hätte.

Der Sound ist auch nicht das, was man nun besonders abwechslungsreich nennt. Es dudelt einem in allen Bereichen immer die gleiche Grundmelodie entgegen, die wie in einer Endlosschleife abgespielt wird. Kein Wunder das man auch hier eher leiser dreht. Effekte gibt es kaum und selbst die kurzen Ah's und Oh's im Dorf wirken da nur unfreiwillig komisch.

Fazit....

Beim Teutates, hier haben die Entwickler aber schon ganz tief in die Kiste mit dem seichtem Schwierigkeitsgrad gegriffen. Lange nicht mehr so ein Spiel erlebt, dass selbst für jüngere Spieler nur für ein paar wenige Stunden unterhaltsam ist. Da helfen die passende Asterix Optik und von der Anzahl ausreichenden 20 Minispiele nichts. Es ist einfach viel zu leicht, so dass man hier 1-2 Stunden braucht um alles wirklich mal gesehen zu haben. Der Arcade Modus für einen Durchgang um Rekorde zu erspielen reicht da bei weitem nicht. Technisch ist alles in Ordnung und das Spiel wird auf den ersten Blick jedem Asterix Fan gefallen. Aber ein paar Minispiele reichen dann leider aus, um all die guten Eindrücke komplett zunichte zu machen. Zu leicht, dementsprechend viel zu kurz und auch noch ein Vollpreisspiel. Hier sollte man sein Geld lieber in einen Kinobesuch mit seinen Sprösslingen investieren.

 

+ Passende Optik
+ Charakter Gestaltungen
+ Komplett Deutsch
- Viel viel zu leicht
- Dementsprechend zu kurz
- Kaum Atmosphäre
- Musik/Soundeffekte
- Kein Mehrspieler
- Vollpreis Titel

GRAFIK: 62%

SOUND/EFFEKTE: 45%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 30%

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