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3DS Ace Combat: Assault Horizon Legacy
 
 
Ace Combat: Assault Horizon Legacy - 3DS
Matthias Engert (08.01.2012)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Access Games
GENRE: Flugshooter
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK16
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
SD-Card NUTZUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE/SPOTPASS: Nein

   
Einleitung....

Lange ist es her, dass wir uns mal wieder mit einem waschechten Flieger Game beschäftigen konnten. Gerade als Nintendo Spieler ist man da ja nicht gerade verwöhnt. Schon lange sind die Zeiten vorbei, in denen man wie auf dem GCN noch regelrecht verwöhnt wurde. Ok dort ging es in den Weiten des Alls und diversen Star Wars Locations zur Sache. Aber einem gelungenem Dogfight geht kein Fan aus dem Weg, egal ob er in einem X-Wing oder einer F18 sitzt. Jetzt ist endlich mal wieder die Gelegenheit, den Top Gun Helden in euch zum Leben zu erwecken. Denn mit Ace Combat schickt Namco Bandai einen waschechten Flieger Titel auf den 3DS, der auf dem Papier zumindest mit einigen Highlights aufwartet. Grund genug sich den Titel etwas genauer anzusehen. Wir haben einen weiteren Abspann unserer Spielehistorie hinzugefügt und wollen euch natürlich nicht vorenthalten, was der Titel so zu bieten hat.

Menus und die Story....

Unter dem Dach von Namco Bandai wurde der Titel von Access Games entwickelt. Einen Namen den man sich durchaus merken sollte, zumindest in unseren Breiten. In Japan sind sie beileibe keine Unbekannten mehr. Auch wenn ein erster Überblick über die Features des Spiels einiges vermissen lässt. Zunächst bietet man euch ein komplett deutsches Spiel in Sachen Texten. Sprachausgabe gibt es zwar ebenfalls reichlich, diese hat man aber im englischen Original belassen. Was man hier leider vermisst, ist irgendeine Form des Kontaktes nach außen. Egal ob wir nach einem Mehrspieler Modus suchen, oder einer StreetPass und SpotPass Möglichkeit. Der Titel ist einer der wenigen, die komplett auf einen Spieler zugeschnitten sind. Hier muss also der Einzelspieler Inhalt alle Kohlen aus dem Feuer holen. Beim Thema Story begleitet euch in diesem Spiel eine sehr passende Variante. Was vor allem auch daran liegt, das wir es hier mit realen und zeitgenössischen Inhalten zu tun. Komplett lokalisiert stehen euch hier reichlich Fliegertypen der aktuellen Zeit zur Verfügung. Bis auf eine Ausnahme komplett lizenziert dürfen sich Freunde westlicher Fliegertypen genauso freuen, wie solche Spieler, die lieber in einer MiG oder einer Suchoi sitzen möchten. Inhaltlich bietet die Story den heute typischen Fall. Auf einer größeren Inselgruppe namens USEA hecken Rebellen einige finstere Pläne aus. Die Alliierten Kräfte versuchen dies zu verhindern, ohne dabei jedoch durchschlagenden Erfolg zu erzielen. Es wird also mal wieder ein Held gebraucht. So ein Zufall, dass ihr gerade euren 3DS eingeschaltet habt. Denn dann haben sie einen. ;-) Ihr übernehmt die Rolle des Flieger-Ass Phönix, der nun auf der Seite der Alliierten für Ruhe und Ordnung auf USEA sorgen soll.

Eine der Stärken des Spiels bekommt man relativ fix nach dem Einschalten zu hören, die musikalische Untermalung. Unter einem sehr stimmigen Intro Stück, dass auch im Abspann zu hören sein wird, dürft ihr zunächst einen von 3 möglichen Speicherplätzen anlegen. Einen Vorspann in dem Sinne bekommt man leider nicht zu sehen. So landet man recht schnell auf dem eigentlichen Hauptmenu und darf sich hier zunächst ein wenig austoben. Spielerisch warten 2 Punkte auf den Spieler. Zunächst der Kampagnen Modus, der euch die komplette Story spielen lässt, sowie der Herausforderungsmodus, der euch mit 3 verschiedenen Modi unterhalten wird. Aber dazu später im Game Play Teil noch ein paar Zeilen. Dazu kommen die Punkte Datenanzeige und die obligatorischen Optionen. Die Datenanzeige ist eine Sammlung diverser Statistiken und Galleries. Welche Flieger ihr erspielt habt, Charaktere aus der Story, oder auch die Anzahl der hier erspielbaren 20 Orden im Spiel. Des Weiteren kann man hier den Sound Mode freischalten und gespeicherte Wiederholungen begutachten. Immerhin 15 Wiederholungen kompletter Missionen kann man hier auf der SD Card sichern. Die Optionen zu guter Letzt bieten euch Zugriff auf Sound und HUD Einstellungen, sowie die Wahl der Steuerung und des Blickwinkels im Spiel. Unterschiede in den Steuersetups definieren sich hier über Tastenänderungen diverser Funktionen. Dazu kann man die X-Achse invertieren und wird so auch hier den beiden Vorlieben gerecht. Doch nun genug des Vorgeplänkels. Jetzt heißt es anschnallen und ab in die Lüfte in Ace Combat: Assault Horizon Legacy.

Technik und Game Play....

Beginnt ihr den Kampagnenmodus, so dürft ihr zunächst aus 3 verfügbaren Schwierigkeitsgraden wählen. Einen weiteren mit der vielsagenden Bezeichnung Ass bekommt ihr nach dem erstmaligen Durchspielen des Spiels auf Normal. Ist auch zunächst der idealste um den Einstieg zu finden. Denn eine Stärke des Spiels ist es, die gesamte Kampagne danach erneut spielen zu können. Klingt nach nichts besonderen, erfährt die Aufwertung aber dadurch, dass man erspielte Flieger und alle erhaltenen Upgrades in einen weiteren Durchgang mitnimmt. Dazu kommt, dass man alle im Spiel enthaltenen knapp 40 Flieger nur mit mehrmaligem Spielen freischalten kann. Und dritter Punkt warum ein weiterer Durchgang lohnenswert ist, dürfte die Tatsache sein auch alle Missionen mal kennenzulernen. Insgesamt bietet Ace Combat 23 Missionen, wobei man aber in der Abfolge der Missionen aus verschiedenen Wegen wählen kann. Bestes Beispiel ist der Punkt nach dem Beenden der Mission 14. Man wird hier gefragt ob man direkt zur Mission 18 weiter gehen möchte, oder aber mit der 15 normal weiter spielt. Egal wie man sich entscheidet, es fehlen die Missionen die man eben nicht spielt. Keine Sorge, zwingen muss man den geneigten Flieger Fan hier nicht. Denn spielerisch ist Ace Combat ein sehr gelungenes Spiel. Soweit wage ich mich dann schon mal vor. Weitere Motivation zieht der Spieler aus dem gelungenen Rang und Bewertungssystem. Nicht nur das dadurch Punkte zum Kauf der Secrets erspielt werden, auch ihr als Spieler erlebt so einen stetigen Rangaufstieg, der sich direkt auf das Punktesystem auswirkt. Viele kleine Abhängigkeiten im Spiel, die zu gefallen wissen. Hier kann man auch gleich einen Teil der Herausforderungen ansprechen. Denn dort kann man wie in einem Level Select alle freigespielten Kampagnen Missionen nur nach Score und Zeit spielen und verdient auch damit Extra Punkte.

Man macht also im Spiel in keinem Modus etwas umsonst. Von daher sieht man hier beileibe nicht alles im Spiel, auch wenn man einmal den kompletten Abspann gesehen hat. Die Abfolge der Missionen ist dabei klar geregelt. Außer bei den Abfragepunkten spielt man die Missionen schön nacheinander. Löst man die aktuelle Mission, wird man zur nächsten gelassen. Hier setzt man dann auch auf das altbewährte System. Vor einer Mission wird man zunächst informiert worum es geht, welcher Typ Mission euch erwartet, welche Wetterbedingungen herrschen und ob man einen Wingman an seiner Seite hat. Etwas das man zu einem bestimmten Zeitpunkt des Spiels freischaltet. Auch wenn die KI des aktuellen Begleiters nicht unbedingt die höchste ist. Ebenfalls ein sehr positiver Punkt sind die verschiedenen Arten der Missionen. Einfach nur in 23 Missionen simpel durch die Lüfte fliegen und ein paar Gegner vom Himmel holen, wartet in diesem Spiel glücklicherweise nicht. Hier zeigt Ace Combat ein viel breiteres Spektrum. Neben natürlich reichlich Dogfight Action, warten auch reichlich Luft-Boden Missionen auf euch und selbst in felsigen Schluchten geht es zur Sache. Es warten Nachtmissionen genauso auf euch, wie verschiedenste Terrain Bedingungen oder auch beim Wetter. Sonnig bis zu Schneebedeckten Arealen reicht die Auswahl. Hier haben sich die Entwickler wirklich einiges einfallen lassen. Begrüßt wird man vor der Mission vom Staffel Kommandeur Olson, der euch das gesamte Spiel über begleiten wird. Er weist euch ein und gibt per Text und Sprache einen Ausblick auf die aktuelle Mission. Danach folgt fast schon das Allerheiligste im Spiel - die Wahl des Flugzeugs. Hier muss ich sagen war ich von Anfang an begeistert. Nicht nur was die Masse an Fliegern angeht, sondern die Tatsache diese ständig verbessern zu können. Man kann jeden Flieger in 5 Bereichen upgraden und verbessern. Wobei dies aber eben kein Selbstläufer ist. Zum einen schaltet man durch Erfolge Upgrades nur erst einmal frei. Um sie wirklich zu nutzen, muss man sie eben auch noch bezahlen. ;-)

Bei jedem neu freigeschalteten Flieger überlegt man hin und her, ob man ihn sich kaufen sollte. Status Anzeigen zu jedem Flieger erleichtern euch die Auswahl, wobei man später auch durch die Art der Missionen seinen Jet auswählt. Muss man eine feindliche Flotte oder diverse SAM Stellungen und Bunker Anlagen am Boden ausschalten, macht sich natürlich ein entsprechend getunter Flieger besser, als eine hochgerüstete Luft-Luft Killer Maschine. 2 Flieger hat man als Spieler mit der Zeit auf jeden Fall im Hangar. Zu Beginn des Spiels steht euch nur die F16 zur Verfügung, die als Mehrzweck Flieger zumindest für alle Missionstypen sinnvoll ist. Cool finde ich in dem Zusammenhang die Kleinigkeit auch die Lackierung verändern zu können. Hier hat man tolle Designs implementiert. Nicht nur hier sehr schade, dass man dies anderen Spielern in einem Mehrspieler oder Online Fight nicht zeigen kann. Neue Teile kauft man auch nicht blind und man kann bei entsprechendem Kleingeld in Form der Punkte auch sofort sehen, ob und welche Eigenschaft des Fliegers verbessert wird. Hat man seinen Flieger soweit fertig, kann man zum Abschluss die Bewaffnung wählen. Auch hier bietet Ace Combat einiges. Neben dem Bordeigenen MG mit unendlicher Munition, sorgt ein Arsenal an wählbaren Luft-Luft oder Luft-Boden Raketen für eine starke Bewaffnung. Auch hier schaltet man mit der Zeit weitere Spezialwaffen frei, die sich teilweise als regelrechte Tie-Breaker erweisen. Erst jetzt geht es wirklich ab in die Lüfte und ihr verlasst mit dem Flieger automatisch den Hangar. Selber Starten und Landen muss man hier also nicht. Auch Flugzeugträger Missionen spielen hier keine Rolle. Außer man muss einen feindlichen auf den Grund des Meeres schicken.

Nach relativ kurzen Ladezeiten findet man sich sofort in der Luft wieder. Geflogen werden kann im Spiel aus 3 verschiedenen Perspektiven. Neben der Third Person Perspektive hinter dem Flugzeug, sorgen die Cockpit und HUD Sichtweisen für eine eigene Dynamik. Wobei in meinen Augen die Cockpit Variante etwas abfällt. Aber niemand zwingt euch dazu diese zu nutzen. Ich für meinen Teil bin zumeist mir der Third Person Sicht geflogen. Die Aufteilung der Screens geht wie immer nach festen Regeln, bietet aber dafür einiges an Anzeigen, die der Spieler tunlichst im Auge behalten sollte. Klar das die eigentliche Action im 3D Screen von statten geht, wo euch unter anderem auch Anzeigen zur Höhe und der Geschwindigkeit dargestellt werden. Dazu Entfernungen zu Zielen, die egal ob in der Luft oder am Boden auch namentlich angezeigt werden. Der Touch Screen bietet zusätzlich einiges an Infos. Neben der Zeit, dem aktuellen Score und einem mehrfach zoombaren Radar, habt ihr hier auch Anzeigen für den Zustand eures Fliegers und dessen Bewaffnung. Mit einer 100% Anzeige startet man und sollte natürlich möglichst damit auch die Mission beenden. Nur so sind auch S-Rang Bewertungen möglich. Aber auch 10% reichen um eine Mission erfolgreich abzuschließen. Bei Schäden werden euch nach der Mission für die Reparatur auch Punkte abgezogen. Spielerisch gibt es wie schon erwähnt die beiden großen Bereiche. Luft-Luft Action und das attackieren von Bodenzielen. Das können Schiffe sein, SAM Stellungen oder Bunker, aber auch Fahrzeuge und Panzer. Alles ist dabei, was man in einem Spiel wie diesem erwarten kann. Gesteuert wird dabei mittels des Schiebepads, was eine angenehm direkte und weiche Steuerung ermöglicht. Zusammen mit dem sehr guten Speedgefühl und der gelungenen Weitsicht, samt den Proportionen der Flieger eine sehr gelungene Geschichte im Spiel. Mittels L kann man den Flieger verlangsamen und mit R den Schub einsetzen, um die Geschwindigkeit zu erhöhen.

Die B-Taste dient für das Abfeuern des MG, währen die A-Taste die gerade gewählte Raketenbewaffnung abfeuert, von denen man je nach Flugzeug auch mehrere an Bord haben kann. Soweit zumindest die Grundlagen der Steuerung. Etwas tiefgehender wird es natürlich, sobald man sich im Gefecht befindet, ohne dass die Entwickler hier übermäßig komplizierte Vorgänge eingebaut haben. Der Spieler soll sich auf das Wesentliche konzentrieren können und genau das tut man auch. Gegner wuseln natürlich nicht sofort um einen herum. Die riesigen Locations lassen reichlich freie Flugaction zu und man gelangt eigentlich nirgends an irgendwelche imaginären Begrenzungen. Auch dies hebt das Freiheitsgefühl in der Luft. Meist muss man als Spieler zu den Gegnern, wobei euch grobe Pfeilanzeigen unterstützen. Sobald Gegner in Reichweite sind, sieht man diese auch. Wobei unter anderem auch in diesem Bereich Upgrades verfügbar sind, welche den eigenen Vorteil erhöhen können. Um Gegner vom Himmel zu holen gibt es viele Möglichkeiten. Einfachste Variante ist per MG, wenn er direkt vor euch fliegt und sich nicht bewegt. Ist aber eher selten anzutreffen. ;-) Erfasst man einen Gegner mit der eigenen Zielmarkierung, verändert sich die Farbe des Fadenkreuzes und man kann per Rakete den Abschuss versuchen. Der Gegner versucht auszuweichen und man beginnt mit ersten kleineren Manövern, auch wenn die Mischung aus Kanonenfutter und wirklich harten Gegnern gut getroffen wurde. Schafft man es übrigens den Gegner zu jagen und das eine bestimmte Zeit lang, ohne das er euch abschütteln kann, darf man den Manövermodus nutzen. Jetzt heißt es zu bestimmten Zeitpunkten die Y-Taste zu drücken und in wunderbaren Sequenzen setzt man sich ganz nah hinter den Gegner. Hier ändert sich auch der Kamerawinkel und Zoomfaktor und man sitzt förmlich auf dem Leitwerk des Fliegers. In dieser Sicht hat man den Gegner in äußerst guter Schussposition.

Klingt zwar easy und gescriptet, hat aber dennoch seinen Reiz. Zum einen weil es nicht mit allen Gegnern funktioniert und dadurch das Spiel auch nicht leichter macht, und zum anderen weil die Gegner das Manöver auch kennen. Befindet man sich im Sucher eines Gegner und er feuert seinerseits eine Rakete auf euch ab, so kann man mittels Schiebepad und Y-Taste dazu versuchen auszuweichen. Auch hier zählt das Timing. Danach fliegerisch ausgewichen und etwas das Tempo verlangsamt und man kann versuchen den Gegner vor sich zu bekommen. Wuseln dann knapp 10 Gegner um euch herum, während von unten Flugabwehr auf euch gerichtet ist, kommt ein echt geiles Feeling auf. Da man dies sehr oft erlebt, habt dies ganz klar den spielerischen Aspekt und auch den Anspruch. Denn oft muss man auch mal taktisch vorgehen und z.B. erst einmal die Flugabwehr ausschalten. Oder erst muss die Lufthoheit her, ehe man sich speziellen Bodenzielen widmen kann. So gilt es mal Raketensilos in der Wüste zu zerstören, die aber gut geschützt werden von Flugabwehr und Jägern, ein anderes Mal muss in einer Schlucht unter dem Radar geflogen werden um ein U-Boot am Ende zu erwischen. Muss zugeben dass mich viele Missionen an Rogue Squadron erinnert haben. Auch wenn die Thematik eine völlig andere ist. Manche Missionen bieten auch alles auf einmal und sind mehrfach geteilt. Positiv das man euch dabei einen Rücksetzpunkt bietet. Denn diese Missionen bieten schon auf Normal reichlich Gelegenheit selber der Dumme zu sein. Aber immer auf einem nachvollziehbaren Niveau. Immer wenn man denkt, man hat alles im Griff und keiner könne einen aufhalten, findet man sich doch auf dem Grund des Meeres wieder. ;-) Auch dies zeichnet das Spiel aus. Später auf Schwer oder gar Ass sollte man wirklich gut mit seinem Flieger umgehen können und vor allem einiges freigespielt haben.

Man sitzt zwar rein spielerisch nur knappe 6-7 Stunden an der Kampagne, auf Normal wohlgemerkt, hat aber durch die Bonusinhalte mehr als man denkt vor sich. Denn neben den Kampagnen Missionen, die man auch einzeln jederzeit spielen kann, schaltet man die sogenannten Überlebens- und Bonusmissionen frei. Im Überlebensmodus ist das System so umgesetzt, das nur Treffer und Abschüsse die Spielzeit verlängern, während die Spezialmissionen noch mal eins draufsetzen. Wie wäre es mit 100 Gegnern in 40 Minuten und der begrenzten Raketenanzahl? Kein Problem. Hier lernt man zum Flugvermögen auch gleich noch etwas zum Thema Effektivität. Für Flieger Fans ist Ace Combat ein sehr gelungener Titel, der allein richtig viel Spaß macht. Ich habe mich hier wirklich auf jede neue Mission gefreut. Immer mal ein paar Upgrades und einen neuen Flieger und man kann es kaum erwarten abzuheben. Das macht den Titel aus. Spaß auf hohem und anspruchsvollem Niveau, ohne langweilig zu werden oder unfair!

Grafik & Sound....

Grafisch ist Ace Combat wieder ein richtiges Highlight auf dem 3DS und besticht durch eine sehr edle und tolle Spielgrafik, die ergänzt wird durch einen sehr schönen 3D Effekt. Speziell bei den Missionen, wo man über Berggipfel fliegt, oder allgemein festen Boden unter sich hat. Enge Schluchten und die durchaus auch sehr gelungenen Stadtlocations muss man hier nennen. Hier haben die Entwickler einen guten Kompromiss gefunden. Nicht alles am Boden sind nur platte Texturen, sondern oft hat man Häuser komplett in 3D dargestellt, was ein viel besseres Feeling beim Spieler erzeugt. Aber auch Effekte wie Wasseroberflächen und die verschiedenen Tageszeiten sind sehr stimmig umgesetzt. Warme Farben und detaillierte Umgebungen am Boden wissen da zu gefallen. Das gleiche gilt auch für die Effekte in der Action selber. Die Flugzeugproportionen sind ideal getroffen und man erkennt, sofern man die Zeit hat, auch wer einen da bearbeiten will. Selbst fette Bomber oder Transportflugzeuge haben so ihren Reiz. Will man hier meckern, so gilt das vielleicht für die Nachtmissionen, die aber auch so wenig hergeben in Sachen Grafik und hier und da einige Ruckler. In einigen wenigen Bodenabschnitten, wo wirklich reichlich Action um einen herum tobt, kann man dies feststellen. Hier bricht dann kurzzeitig mal die Framerate etwas ein. Aber glücklicherweise ein eher seltener Umstand, ohne ihn aber verschweigen zu wollen. Der Rest gefällt sehr und hebt das Spiel auch grafisch aus der Masse heraus.

Beim Soundteil stechen vor allem die Funksprüche und die Musikuntermalung hervor. Markige Sprüche, gute Betonungen und auch eine recht umfangreiche Sprachausgabe zeichnen diesen Teil aus. Klares Highlight sind die Musikstücke im Spiel. Mal ruhige Klänge, dann wieder fast Techno Rhythmen, um zumeist unter regelrechter heroischen Orchestermusik die Gegner vom Himmel zu holen. Das macht schon was her. Klingt zwar oft im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, passt aber wie ich finde sehr gut. Gewöhnt man sich schnell dran. ;-) Eher in den Bereich Normalität gehören die Effekte der Action selber. Das MG hätte um einiges satter klingen können und die Raketen geben nun mal nicht mehr her als ein Zisch Geräusch. ;-) Erst wenn man Gegner hörbar in der Nähe erwischt, macht auch dieser Teil eine solide Figur.

Fazit....

Nach regelrechter Dürre im Flugshooter Genre dieser Art, ist Ace Combat ein regelrechter Überflieger. Was man hier spielen darf macht durchweg Spaß und erzeugt beim geneigten Top Gun Crack ein lange nicht mehr erlebtes Feeling. Anspruchsvoll, gepaart mit vielen kleinen Abhängigkeiten samt den Upgrades für die reichlich enthaltenen Flieger und reichlich Möglichkeiten die Sau rauszulassen zeichnen den Titel aus. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich und bieten weit mehr als nur Dogfights. Gerade diese Mischung macht einen Reiz des Spiels aus. Die Möglichkeit die Kampagne mehrfach spielen zu können und zu müssen, um alles im Spiel auch mal zu erleben, heben das Spiel ebenfalls aus der Masse heraus. Kleinere Kritikpunkte wie die mäßige Wingman KI oder mancher Ruckler in bestimmten Bodenabschnitten, kann man da verschmerzen. Warum allerdings kein Multiplayer oder gar Online Modus hier enthalten ist, dürfte schon eher ein Thema sein. Denn dies bietet sich hier doch sehr an. Wollen wir hoffen das Ace Combat einen Nachfolger auf dem 3DS bekommt. Verdient hätte es der erste Auftritt auf dem 3DS allemal.

 

+ Stimmiger Flugshooter
+ Gelungene Steuerung
+ Reichlich Action
+ Luft und Bodenziele
+ Upgrade/Skill Features
+ Grafisch sehr passend gemacht
+ Luft und Bodenziele
+ Große Flieger Auswahl
- Kein Mehrspieler/Online
- Kampagne könnte länger sein
- Wingman KI eher mäßig

GRAFIK: 82%

SOUND/EFFEKTE: 79%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 80%

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